Der Lärm der Wärmepumpe vom Nachbarn entwickelt sich für viele zur Zerreißprobe. Während der Betreiber auf die angeblich flüsterleise Technik verweist, raubt Ihnen ein permanentes Brummen den Schlaf und die Ruhe auf der eigenen Terrasse. Wann aber überschreitet das Geräusch die Grenze zur rechtswidrigen Beeinträchtigung im Sinne des Nachbarrechts und mit welchen juristischen Schritten können Sie Ihre Ruhe zurückfordern? [...]
Nachbarrecht
Ein Hauseigentümer erhielt eine Beseitigungsanordnung für seinen Sichtschutzzaun, obwohl die Verwaltung viele vergleichbare Bauverstöße in der Nachbarschaft lange ignorierte. Vor dem Oberverwaltungsgericht musste die Bauaufsichtsbehörde nun erklären, warum nur dieser eine Verstoß zur Anzeige kam. Zum vorliegenden Urteil Az.: 10 A 678/24 | | Kontakt
Das Wichtigste in Kürze
Gericht: Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen Datum: 25.11.2025 Aktenzeichen: 10 A 678/24 Verfahren: Beschluss über einen Antrag auf Zulassung der Berufung Rechtsbereiche: Verwaltungsrecht, Baurecht, GleichbehandlungsgrundsatzDas Problem: Eine kommunale Behörde ordnete die Beseitigung eines Sichtschutzzauns an. [...]
Eine Grundstückseigentümerin forderte Kostenerstattung für die Erhöhung einer Stützmauer, die sie eigenmächtig zur Abwehr eines drohenden Stützentzugs durch das Nachbargrundstück errichtete. Das OLG Brandenburg lehnte die nachträgliche Bezahlung ab, weil der Klägerin für ihre Sicherungsmaßnahme der juristisch notwendige Wille fehlte. Zum vorliegenden Urteil Az.: 5 U 86/24 | | Kontakt
Das Wichtigste in Kürze
Gericht: Brandenburgisches Oberlandesgericht Datum: 04.09.2025 Aktenzeichen: 5 U 86/24 Verfahren: Berufungsverfahren Rechtsbereiche: Nachbarrecht, Schadensersatz, GrundstücksrechtDas Problem: Die Klägerin verlangte vom Nachbarn die Erstattung von Kosten für die Erhöhung einer Stützmauer. [...]
Die Haftung des Eigentümers für Brandschäden vom Nachbargrundstück stand im Fokus, als ein Nachbar nach einem verheerenden Feuer Klage auf Schadensersatz einreichte. Selbst bei ungeklärter Brandursache muss der geschädigte Nachbar eine überraschend hohe Hürde der Beweislast überwinden. Zum vorliegenden Urteil Az.: 7 U 23/24 | | Kontakt
Das Wichtigste in Kürze
Gericht: Oberlandesgericht Hamm Datum: 06.05.2024 Aktenzeichen: 7 U 23/24 Verfahren: Beschluss im Berufungsverfahren Rechtsbereiche: Nachbarrecht, Haftungsrecht, ZivilprozessrechtDas Problem: Ein Feuer auf dem vermieteten Nachbargrundstück griff auf das Grundstück des Klägers über und verursachte dort große Schäden. [...]
Nachdem ein Wegerecht seit 1950 durch eine Klinik dauerhaft blockiert wurde, forderte der Berechtigte die Beseitigung der Störung. Das Oberlandesgericht prüfte, ob das Wegerecht Erlöschen durch Verjährung des Beseitigungsanspruchs schon Jahrzehnte früher eingetreten war. Zum vorliegenden Urteil Az.: 12 W 38/22 | | Kontakt
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Gericht: Oberlandesgericht Oldenburg Datum: 20.07.2022 Aktenzeichen: 12 W 38/22 Verfahren: Beschwerdeverfahren (Grundbuchsachen) Rechtsbereiche: Grundbuchrecht, Dienstbarkeiten, VerjährungDas Problem: Die Eigentümerin eines Grundstücks wollte ein altes Wegerecht löschen lassen. [...]
Bevor das Gericht über die unbefugte Nutzung einer Baustraße in Sachsen-Anhalt entschied, musste es die Frage der obligatorischen Schlichtung im Nachbarrecht klären. Das Urteil zeigt nun, dass diese Schlichtungspflicht nur für einen Teil der Forderungen zwingend ist, was den komplexen Fall unerwartet spaltete. Zum vorliegenden Urteil Az.: [...]
Der Eigentümer eines Grundstücks in Bayern forderte die Stilllegung einer kommunalen Wasserleitung, da er sein Eigentum an der Versorgungsleitung auf Privatgrund gestört sah. Doch obwohl die Leitung keinerlei Grundbucheintrag hatte, verblieb sie rechtlich nicht im Eigentum des Klägers. Zum vorliegenden Urteil Az.: 4 B 24.1148 | | Kontakt
Das Wichtigste in Kürze
Gericht: Bayerischer Verwaltungsgerichtshof (München) Datum: 12.02.2025 Aktenzeichen: 4 B 24.1148 Verfahren: Berufungsverfahren Rechtsbereiche: Eigentumsrecht, Grundstücksrecht, WasserversorgungsrechtDas Problem: Ein Grundstückseigentümer verlangte von der Gemeinde die Stilllegung einer Wasserleitung, die über sein Grundstück lief. [...]
Ein Hauseigentümer forderte den nachbarrechtlichen Beseitigungsanspruch bei Oberflächenwasser, weil marode Rohre auf dem höher gelegenen Grundstück seit Jahren sein Fundament beschädigten. Doch das Gericht stufte die jahrhundertealten Entwässerungsanlagen überraschend als einen rechtlich „natürlichen Zustand“ ein. Zum vorliegenden Urteil Az.: 3 U 48/19 | | Kontakt
Das Wichtigste in Kürze
Gericht: Oberlandgericht Rostock Datum: 11.12.2020 Aktenzeichen: 3 U 48/19 Verfahren: Berufungsverfahren Rechtsbereiche: Nachbarrecht, Wasserrecht, HaftungsrechtDas Problem: Die Eigentümer eines tiefer gelegenen Grundstücks forderten von der Nachbarin, den Abfluss von Oberflächenwasser aus einer Geländesenke zu stoppen. [...]
Ein Hausbesitzer zog wegen störenden Rauchs vom Nachbarn vor Gericht und legte sogar ein Gutachten mit dreifacher Kohlenmonoxid-Überschreitung vor. Doch trotz dieses eindeutigen Beweises scheiterte seine Klage überraschend vollständig. Zum vorliegenden Urteil Az.: 5 U 77/22 | | Kontakt
Das Urteil in 30 Sekunden
Das Problem: Ein Hausbesitzer sah sich durch den Rauch aus den Öfen seines Nachbarn belästigt. [...]Eine Wohnungseigentümergemeinschaft forderte den Abriss einer massiven Terrasse, die acht Jahre lang auf ihrem Gemeinschaftseigentum stand. Obwohl die Baugenehmigung fehlte, urteilte das Gericht: Das Bauwerk darf bleiben, da der Zeitablauf entscheidend war. Zum vorliegenden Urteil Az.: 980a C 27/23 WEG | | Kontakt
Das Urteil in 30 Sekunden
Das Problem: Ein Eigentümer baute auf einem Grundstück, das allen Miteigentümern gehört, eine große Terrasse. [...]Ein Hauseigentümer sah sich wegen seiner neuen Dachfenster einer Rückbau-Anordnung gegenüber und wehrte sich gleichzeitig gegen den massiven Anbau seiner Nachbarn an der Grundstücksgrenze. Das Verwaltungsgericht Trier gab ihm in einem Punkt Recht, im anderen aber nicht – und das hatte einen unerwarteten Haken. Zum vorliegenden Urteil Az.: [...]
Als eine schwere Baumaschine vom Nachbargrundstück den überdachten Freisitz einer norddeutschen Vermieterin traf, war der Schock groß: Die Standsicherheit war dahin, Mieter kürzten die Miete. Doch wer haftet für diesen unerwarteten Nachbarschaftsschaden? Der Bauherr der Abrissarbeiten weigerte sich, die Verantwortung zu übernehmen, da ein Subunternehmer den Schaden verursachte und die Vermieterin lediglich Besitzerin, nicht Eigentümerin, war. [...]
Ein Grundstücksbesitzer in Brandenburg sah seinen jahrzehntealten Maschendrahtzaun plötzlich zerstört, als ein Lastwagen einen 20 Meter langen Abschnitt niederriss. Sofort forderte er vollen Schadensersatz für eine komplette Neuerrichtung des Zauns im Wert von 1.764 Euro. Doch die gegnerische Versicherung hatte bereits 910 Euro gezahlt, während ein gerichtlich bestellter Sachverständiger die notwendigen Reparaturkosten auf lediglich 480 Euro bezifferte. [...]
Ein Grundstückseigentümer verlangte jahrelang behördliches Einschreiten gegen die mutmaßlich unzulässige Grenzbebauung seiner Nachbarn. Sein Kernanliegen: ein Anspruch auf Nachbarbebauung, um die aus seiner Sicht unzulässige Grenznähe von Aufschüttung und Stellplätzen auf dem Nachbargrundstück zu beseitigen. Doch ausgerechnet sein eigenes Wohnhaus verletzte nachweislich in vergleichbarem oder sogar gravierenderem Maße die vorgeschriebenen Abstandsflächen zum Nachbargrundstück. [...]
Ein Grundstückseigentümer verlangte jahrelang behördliches Einschreiten gegen die mutmaßlich unzulässige Grenzbebauung seiner Nachbarn. Sein Kernanliegen: ein Anspruch auf Nachbarbebauung, um die aus seiner Sicht unzulässige Grenznähe von Aufschüttung und Stellplätzen auf dem Nachbargrundstück zu beseitigen. Doch ausgerechnet sein eigenes Wohnhaus verletzte nachweislich in vergleichbarem oder sogar gravierenderem Maße die vorgeschriebenen Abstandsflächen zum Nachbargrundstück. [...]
Als ein Bauherr sein neues, vier Wohneinheiten umfassendes Gebäude direkt an der Grundstücksgrenze zu seinen Nachbarn errichten wollte, sahen diese ihre Rechte auf freie Abstandsflächen massiv verletzt. Obwohl das Bauvorhaben nachweislich gegen die Bauvorschriften zur Grenzbebauung verstieß, wies ein Verwaltungsgericht die Klage der Nachbarn ab. Die Begründung: Die Kläger hätten sich treuwidrig verhalten, da ihr eigenes Haus an einer anderen Grundstücksseite ebenfalls keinen Abstand hielt. [...]
Eine alltägliche Bitte um den Rückschnitt von Bäumen verwandelte sich in einem bayerischen Ort in einen erbitterten Rechtsstreit zwischen Hauseigentümern und ihrer Nachbarin. Seit April 2022 eskalierte der Konflikt um das Nachbargrundstück: Eine anfangs einfache Forderung weitete sich zur Klage auf vollständige Beseitigung der Anpflanzungen in einem nur 50 Zentimeter breiten Grenzstreifen aus. [...]
Ein Baum wächst aus der Erde – logisch, oder? Doch für ein Ehepaar aus Freiburg wurde genau diese Selbstverständlichkeit zum Kern eines jahrelangen Nachbarschaftsstreits, der die obersten Richter des Landes beschäftigte. Ihr Lorbeerbaum ragte auf ihrem erhöhten Grundstück empor, doch der Nachbar forderte dessen Rückschnitt – gemessen nicht von dort, wo er stand, sondern von einem Meter tiefer. [...]
Stellen Sie sich vor, Sie wollen aktiv die Energiewende vorantreiben, installieren eine Solaranlage auf Ihrem Dach, um endlich grünen Strom zu erzeugen. Doch ein stattlicher, geschützter Baum im Garten wirft seinen mächtigen Schatten genau dorthin, wo die Sonne für die Zukunft genutzt werden soll. Plötzlich ringen Naturschutz und Klimaschutz erbittert um dasselbe Stück Himmel. [...]
Stellen Sie sich vor, Ihr Traum vom Hausanbau steht, die Baugenehmigung ist erteilt und die Bauarbeiter rücken an. Doch dann folgt der plötzliche Baustopp – der Grund: ein Dachüberstand, der gerade einmal achtzig Zentimeter zu weit in die Richtung des Nachbarn ragt. Was wie eine banale Kleinigkeit klingt, entpuppte sich vor Gericht als eine unsichtbare Grenze, die ein ganzes Bauvorhaben auf unbestimmte Zeit stoppt. [...]
Ein unerwartetes Ende eines Nachbarschaftsstreits um einen Gartenzaun stellte die Gerichte vor eine knifflige Frage. Nachdem ein Nachbar mit dem Abriss seines Jägerzauns drohte und die anderen umgehend gerichtliche Hilfe suchten, gab der Drohende überraschend schnell nach. Obwohl der Zaun damit gerettet schien, blieb die Frage nach den bereits entstandenen Kosten offen. [...]
Was, wenn auf der Baustelle nebenan flüssiger Beton vom Himmel fällt? Genau das erlebte eine Berliner Anwohnerin, deren Solardach durch herabstürzende Baustoffe schwer beschädigt wurde. Die Bauherren-Versicherung kam für den Schaden auf, forderte das Geld aber vom verantwortlichen Bauunternehmen zurück. Nun musste ein Gericht klären, wer am Ende die Zeche zahlt. [...]
Ein See, ein Nachbar und ein verbrieftes Recht, dort zu angeln und zu baden – gesichert im Grundbuch. Doch dann versperrte ein Zaun den Weg zum Wasser. Musste die Barriere komplett fallen, um den Zugang zu gewährleisten? Ein Gericht musste klären, wie viel Recht auf Nutzung einem Zaun entgegensteht. [...]
Ein jahrelanger Streit um eine überragende Bruchsteinmauer an der Grundstücksgrenze fand vor dem Oberlandesgericht Karlsruhe ein Ende. Kläger wollten die auf ihr Grundstück reichende Mauer des Nachbarn unbedingt beseitigen lassen. Doch das Gericht sah die alte Stützmauer als eine sogenannte Grenzanlage. Die Folge: Statt Abriss müssen die Nachbarn die Mauer nun dulden. [...]
Ein Nachbarschaftsfoto eskaliert: Gerichtsurteil zur Löschung und ein dauerhaftes Verbot. Doch der wahre Streit begann, als es um die Frage ging: Wie viel ist dieser Nachteil wert? Der Bundesgerichtshof musste diese heikle Bewertung klären und entschied damit über den Zugang zur nächsten Instanz.
Das Wichtigste: Kurz & knapp
Was bedeutet das konkret? [...]Eine scheinbar harmlose Gartenmauer im hinteren Grundstücksbereich endet vor Gericht. Sie geriet ins Visier der Behörden, weil sie angeblich den Bebauungsplan missachtet. Nach langem Ringen bestätigten die Richter jetzt das harte Urteil. Die Mauer muss tatsächlich fallen. Zum vorliegenden Urteil Az.: 2 A 2020/21 | | Kontakt
Das Wichtigste in Kürze
Gericht: Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen Datum: 24. [...]Stellen Sie sich vor, Sie finden Ihr Traumhaus – idyllisch gelegen, ruhig, genau nach Ihren Vorstellungen. Doch es gibt einen Haken: Das Grundstück hat keine eigene Zufahrt zur Straße. Sie müssen über das Land Ihres Nachbarn fahren. Das klappt vielleicht zum Reinkommen, aber was ist mit dem Parken? [...]
Meterhoher Bambus sorgt für Zoff zwischen Nachbarn und beschäftigt die höchsten deutschen Zivilrichter. Darf eine Hecke unbegrenzt in den Himmel wachsen? Ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofs bringt Klarheit – zumindest für Hessen – und hat weitreichende Folgen für Gartenbesitzer im ganzen Land.
Das Wichtigste: Kurz & knapp
Urteil: BGH-Entscheidung vom 28. [...]In einem Berliner Wohnhaus eskalierte der Streit um lästige Geräusche: Bewohner beklagten unerträglichen Trittschall, der ihre Nerven strapazierte. Ein Gutachten sollte Klarheit bringen, doch die Frage nach der richtigen Lösung entfachte einen juristischen Kampf um die Grenzen der Beweisführung. Zum vorliegenden Urteil Az.: 21 W 5/25 | | Kontakt
Das Wichtigste in Kürze
Gericht: Kammergericht Berlin Datum: 10.03.2025 Aktenzeichen: 21 W 5/25 Verfahrensart: Sofortige Beschwerde Rechtsbereiche: Zivilprozessrecht, selbstständiges Beweisverfahren Beteiligte Parteien: Beschwerdeführerin: Streithelferin der Antragsgegnerin, begehrt die Beantwortung von Ergänzungsfragen zum Sachverständigengutachten. [...]In Frankfurt eskaliert ein Nachbarschaftsstreit um Zentimeter und Gestaltung: Mauer, Zaun und Bambus werden zum Zankapfel. Ein Anwohner zieht vor Gericht, um seine Vorstellung einer „rechtskonformen“ Grundstücksgrenze durchzusetzen – doch der Richter sieht die Sache anders. Zum vorliegenden Urteil Az.: 17 U 132/22 | | Kontakt
Das Wichtigste in Kürze
Gericht: Oberlandesgericht Frankfurt Datum: 16.08.2023 Aktenzeichen: 17 U 132/22 Verfahrensart: Berufungsverfahren Rechtsbereiche: Nachbarrecht, Sachenrecht, Schadensersatzrecht Beteiligte Parteien: Kläger: Eigentümer der Liegenschaft Straße1 in Stadt1. [...]