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Verkehrsunfall – Schmerzensgeld bei Speichentrümmerfraktur

Ganzen Artikel lesen auf: Verkehrsunfallsiegen.de

Ein Autofahrer entschließt sich an einer roten Ampel zu einem riskanten Wendemanöver und kollidiert mit einem Motorradfahrer. Was wie eine alltägliche Szene im Verkehr begann, endete für den Biker mit schweren Verletzungen und einer Gerichtsverhandlung. Das Landgericht Darmstadt musste klären, wer die Verantwortung für diesen folgenschweren Verkehrsunfall trägt. Zum vorliegenden Urteil Az.: 13 O 129/15 | | Kontakt

Das Wichtigste in Kürze

  • Gericht: LG Darmstadt
  • Datum: 08.03.2016
  • Aktenzeichen: 13 O 129/15

Beteiligte Parteien:

  • Kläger: Ein Motorradfahrer, der nach einem Verkehrsunfall Schadensersatz und Schmerzensgeld für erlittene Verletzungen und materielle Schäden forderte.
  • Beklagte: Der Fahrer eines Pkw, der den Unfall durch einen Wendevorgang verursachte, und dessen Haftpflichtversicherung.

Worum ging es in dem Fall?

  • Sachverhalt: Ein Pkw-Fahrer setzte auf einer Straße zum Wenden an, ohne dies vorher anzuzeigen. Dabei kollidierte er mit einem entgegenkommenden Motorradfahrer. Der Motorradfahrer erlitt dabei erhebliche Verletzungen und sein Motorrad einen Totalschaden.
  • Kern des Rechtsstreits: Es ging um die Frage der Haftung und des Schadensersatzes für die Unfallfolgen. Zentral war, ob der Motorradfahrer einen Rotlichtverstoß begangen hatte und inwiefern die Beklagten für die materiellen und immateriellen Schäden des Klägers aufkommen mussten.

Was wurde entschieden?

  • Entscheidung: Das Gericht verurteilte die Beklagten zur Zahlung von 28.439,87 € zuzüglich Zinsen und eines weiteren Schmerzensgeldes in Höhe von 5.500,00 € an den Kläger. Zudem wurde festgestellt, dass die Beklagten für alle weiteren materiellen und immateriellen Schäden aus dem Unfallereignis haften. Die Beklagten tragen die Kosten des Rechtsstreits.
  • Begründung: Das Gericht sah eine 100%ige Haftung der Beklagten, da ein Rotlichtverstoß des Klägers nicht bewiesen werden konnte. Der Wendevorgang des Pkw-Fahrers ohne Blinken wurde als grob fehlerhaft bewertet. Das zugesprochene Schmerzensgeld sowie die Forderungen zu Verdienstausfall und Haushaltsführungsschaden wurden aufgrund der schweren Verletzungen und der dauerhaften Beeinträchtigungen des Klägers als begründet erachtet.
  • Folgen: Die Beklagten müssen die vom Gericht zugesprochenen Beträge an den Kläger zahlen und sind für zukünftige, noch entstehende Schäden aus dem Unfall verantwortlich. Das Urteil ist für den Kläger gegen eine Sicherheitsleistung vorläufig vollstreckbar.

Der Fall vor Gericht


Unfall an der Ampel: Wer haftet bei einem riskanten Wendemanöver?

Ein alltägliches Szenario im Straßenverkehr: Man steht an einer roten Ampel und entscheidet sich, umzudrehen und in die andere Richtung weiterzufahren. Doch was passiert, wenn bei diesem Wendemanöver ein Unfall geschieht? Wer trägt die Schuld, wenn die Ampelschaltung unklar ist und ein anderer Verkehrsteilnehmer schwer verletzt wird? Genau diese Fragen musste das Landgericht Darmstadt in einem komplexen Fall klären, bei dem ein Motorradfahrer erhebliche Verletzungen erlitt. Der Unfall selbst ereignete sich an einem Sonntagnachmittag. Ein Autofahrer stand mit seinem Wagen an einer roten Ampel. Statt zu warten, entschloss er sich, auf der Kreuzung zu wenden, um seinen Weg in der entgegengesetzten Richtung fortzusetzen. Er blinkte dabei jedoch nicht. In genau diesem Moment kam ihm auf der Gegenfahrbahn ein Motorradfahrer entgegen….


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