Skip to content
Menu

Datenbank Urteile & Beiträge
Rechtsanwälte Kotz GbR

Verkehrsunfall zwischen Pkw und Lkw auf doppelter Abbiegespur mit Fahrspurwechsel

Ganzen Artikel lesen auf: Verkehrsunfallsiegen.de

Verkehrsunfall und Schadensersatz: Komplexe Rechtslage im Fokus

Ein Verkehrsunfall, der zu Schadensersatzansprüchen führt, bildet den Kern eines juristischen Disputs, der bis zum Landgericht Itzehoe eskalierte. Die zentrale Frage: In welchem Maße sind die beteiligten Parteien für den entstandenen Schaden verantwortlich? Weiter zum vorliegenden Urteil Az.: 9 S 12/19 >>>

Kontroverse um Schadensersatz

Die Parteien des Falls sind uneins über die Schadensersatzansprüche nach einem Verkehrsunfall. Das Amtsgericht Pinneberg hatte die Klage zuvor abgewiesen, da bereits 50% des Schadens vorgerichtlich reguliert wurden. Beide Parteien waren grundsätzlich verpflichtet, Schadensersatz zu leisten. Die genaue Höhe des Schadensersatzes hängt davon ab, welcher Partei der Hauptverursacher des Unfalls war. Das Gericht war überzeugt, dass die Zeugin beim Abbiegen den Beklagten überholt hat, was zu dem Unfall führte.

Differenzen in Zeugenaussagen

Ein zentrales Element des Falles waren die widersprüchlichen Aussagen der Zeugin und des Beklagten bezüglich eines Verkehrsschildes und des genauen Unfallhergangs. Während der Beklagte behauptete, ein Schild habe LKWs angewiesen, sich rechts einzuordnen, gab es laut Gerichtshinweis kein solches Schild. Das Gericht stützte seine Entscheidung auf die Aussage des Beklagten und fand die Zeugenaussage unglaubwürdig.

Berufung und rechtliche Einwände

Die Klägerin legte gegen das Urteil Berufung ein und argumentierte, dass das Gericht auf einem falschen Sachverhalt basiere. Sie behauptete, dass selbst wenn die Aussage des Beklagten als wahr angenommen würde, ihre Mitschuld maximal 1/3 betragen würde. Sie wies darauf hin, dass das Risiko eines LKWs im Straßenverkehr höher ist als das eines PKWs. Zudem warf die Klägerin dem Gericht vor, gegen das Grundgesetz verstoßen zu haben, da bestimmte Beweise und Ortsbesichtigungen nicht berücksichtigt wurden.

Schlussbetrachtung des Berufungsgerichts

Das Landgericht Itzehoe sah keine Aussicht auf Erfolg für die Berufung. Es betonte, dass das Berufungsgericht an die Tatsachenfeststellungen des Amtsgerichts gebunden ist, solange keine Zweifel an ihrer Richtigkeit bestehen. Das Gericht fand keine objektiven Gründe, die Tatsachenfeststellungen des Amtsgerichts in Frage zu stellen und betonte die Freiheit des Gerichts in seiner Beweiswürdigung.


Das vorliegende Urteil

LG Itzehoe – Az.: 9 S 12/19 – Beschluss vom 09.03.2020 1. Die Kammer beabsichtigt, die Berufung gegen das Urteil des Amtsgerichts Pinneberg vom 27.12.2018, Az. 68 C 7/18, gemäß § 522 Abs. 2 ZPO zurückzuweisen, weil sie einstimmig der Auffassung ist, dass die Berufung offensichtlich keine Aussicht auf Erfolg hat, der Rechtssache auch keine grundsätzliche Bedeutung zukommt, weder die Fortbildung des Rechts noch die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Berufungsgerichts erfordert und die Durchführung einer mündlichen Verhandlung über die Berufung nicht geboten ist. 2. Hierzu besteht Gelegenheit zur Stellungnahme binnen drei Wochen nach Zustellung dieses Beschlusses.

Gründe

I. Die Parteien streiten über Schadensersatzansprüche nach einem Verkehrsunfall in …. Wegen des Sachverhalts wird gemäß § 540 Abs. 1 Nr. 1 ZPO auf die Feststellungen in dem angefochtenen Urteil Bezug genommen. Das Amtsgericht hat die Klage abgewiesen. Unter Berücksichtigung der Regulierung durch die Beklagte zu 1., wonach 50 % des klägerischen Schadens bereits vorgerichtlich beglichen wurden, bestehe nunmehr kein weitergehender Anspruch mehr….


Können wir Ihnen helfen? Kontaktieren Sie uns!

Stellen Sie hier Ihre Anfrage oder rufen Sie uns an: 02732 791079

ANFRAGE FORMULAR (V1)

Art der Anfrage

Bitte wählen Sie zunächst die Art Ihrer Anfrage, damit wir Ihnen so schnell und kompetent wie möglich weiterhelfen können.
(*) Bitte beachten, dass eine Beratung und eine qualifizierte Rechtsauskunft leider nur kostenpflichtig erfolgen kann. Wir informieren Sie vorab über anfallende Kosten, selbstverständlich können Sie das Angebot vor einer Beratung kostenfrei zurückweisen.
Wird gesendet

Ebenfalls interessante Urteile und Beiträge

Rechtsgebiete

Monatsarchiv