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Rechtsanwälte Kotz GbR

Wie funktioniert die einvernehmliche Scheidung? Ablauf & Kosten

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Viele Paare unterschätzen das Sparpotenzial, das die einvernehmliche Scheidung durch das Ein-Anwalt-Modell bietet. Unsere Kanzlei unterstützt Sie dabei, die rechtlichen Vorgaben beim Trennungsjahr sowie beim Versorgungsausgleich optimal zu nutzen und finanzielle Nachteile abzuwenden.

Einvernehmliche Scheidung: Das Wichtigste im Überblick

  • Durch das Ein-Anwalt-Modell sparen Paare bei Einigkeit fast 50 % der Anwaltskosten sowie zeitaufwendige Beweisaufnahmen.
  • Das Trennungsjahr gemäß § 1566 BGB ist zwingend; bei Trennung „unter einem Dach“ muss eine strikte räumliche und wirtschaftliche Eigenständigkeit gelebt werden.
  • Schließen Sie eine notarielle Scheidungsfolgenvereinbarung ab, um Ansprüche wie Unterhalt oder Zugewinn rechtssicher und formwirksam (§ 125 BGB) zu regeln.
  • Nutzen Sie bei langen Wartezeiten der Rentenversicherung die Abtrennung des Versorgungsausgleichs (§ 140 FamFG), um den Scheidungstermin zu beschleunigen.
  • Wechseln Sie Ihre Steuerklasse zwingend zum 1. Januar des auf die Trennung folgenden Kalenderjahres, um hohe Steuernachforderungen zu vermeiden.
  • Prüfen Sie bei geringem Einkommen oder Bürgergeld-Bezug Ihren Anspruch auf Verfahrenskostenhilfe zur staatlichen Finanzierung der Gerichtskosten.
  • Organisieren Sie Heiratsurkunde und Rentenunterlagen bereits im Trennungsjahr, da unvollständige Dokumente das Verfahren um Monate verzögern können.

Welche Vorteile bietet eine einvernehmliche Scheidung?

Eine Trennung markiert das Ende eines Lebensabschnitts, muss aber nicht zwingend in einem aufwendigen Rechtsstreit enden. Das deutsche Familienrecht ermöglicht durch das sogenannte Zerrüttungsprinzip einen geordneten Übergang. Gerichte suchen nicht nach einem Schuldigen, sondern stellen nach den Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) lediglich das Scheitern der Beziehung (Zerrüttung der Ehe) fest.

Wenn Sie sich mit Ihrem ehemaligen Partner einig sind, profitieren Sie erheblich. Die kooperative Vorgehensweise ermöglicht deutliche finanzielle Einsparungen, da langwierige Beweisaufnahmen entfallen. Mit einem strukturierten Vorgehen beschleunigen Sie den Prozess und senken Ihre Kostenbelastung. Die Grundvoraussetzung hierfür bleibt jedoch eine klare Einigkeit über das Ende der ehelichen Lebensgemeinschaft.

Was ist der Unterschied zur streitigen Scheidung?



Warum ist das Trennungsjahr in der Regel zwingende Voraussetzung für die Scheidung?

Ohne den Ablauf der gesetzlichen Wartezeit wird in der Regel kein Familiengericht eine Ehe auflösen. Das Gesetz schreibt in § 1566 Abs. 1 BGB vor, dass das Scheitern einer Ehe unwiderlegbar vermutet wird (rechtlich als endgültige Tatsache behandelt, gegen die kein Beweis mehr zulässig ist), wenn die Eheleute seit einem Jahr getrennt leben und beide die Scheidung wollen.

Dieses Trennungsjahr dient als Bedenkzeit und ist die zentrale rechtliche Voraussetzung für das eigentliche Verfahren. Verweigert ein Partner die Zustimmung, verlängert sich diese Wartefrist auf drei Jahre. Nur in seltenen Härtefällen kann eine Scheidung ausnahmsweise auch ohne vollständiges Trennungsjahr ausgesprochen werden….


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