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Rechtsanwälte Kotz GbR

Anerkennung einer inflammatorischen Myositis als Impfschaden nach Corona-Impfung

Ganzen Artikel lesen auf: Sozialrechtsiegen.de

Ein Mann in München forderte die Anerkennung einer inflammatorischen Myositis, die zwei Wochen nach seiner dritten Corona-Impfung mit Comirnaty diagnostiziert wurde. Während Behörden kein statistisches Risiko sahen, warf ein medizinisches Rechallenge-Phänomen bei dem Krankheitsverlauf die Frage nach dem Beweis für den ursächlichen Zusammenhang auf.


Zum vorliegenden Urteilstext springen: S 15 VJ 67/24

Das Wichtigste im Überblick

  • Gericht: Sozialgericht München
  • Datum: 29.01.2026
  • Aktenzeichen: Nicht angegeben (Zwischenurteil)
  • Verfahren: Klage auf Anerkennung eines Impfschadens
  • Rechtsbereiche: Sozialrecht, Infektionsschutz
  • Relevant für: Geimpfte Personen, Sozialbehörden, medizinisches Fachpersonal

Das Gericht erkennt die Muskelentzündung eines Mannes nach drei Corona-Impfungen als offiziellen Impfschaden an.

  • Der Kläger litt kurz nach den Impfungen an stark erhöhten Muskelwerten.
  • Seine Beschwerden verschlechterten sich nach jeder weiteren Impfung deutlich messbar.
  • Eine Gewebeprobe bestätigte die seltene Entzündung der Muskeln durch das Immunsystem.
  • Das Medikament Cortison half dem Kläger schnell gegen die starken Schmerzen.
  • Andere Ursachen für die plötzliche Erkrankung schloss das Gericht im Einzelfall aus.

Wann wird eine seltene Muskelentzündung als Impfschaden anerkannt?

Ein 60-jähriger Mann aus Bayern hat vor dem Sozialgericht München einen bedeutenden juristischen Sieg errungen. Nach drei Corona-Impfungen entwickelte er eine schwere, entzündliche Muskelerkrankung. Die zuständige Versorgungsbehörde lehnte seinen Antrag auf eine Entschädigung ab und verwies auf bloße Zufälle sowie Vorerkrankungen. Doch die Richter sahen das anders.

In einem wegweisenden Zwischenurteil vom 29.01.2026 entschied die Kammer, dass die Erkrankung des Mannes zweifelsfrei auf die Impfung zurückzuführen ist. Der Fall demonstriert eindrücklich, wie hoch die Hürden für die Anerkennung einer inflammatorischen Myositis sind und welche Beweismittel am Ende den Ausschlag geben können. Besonders das sogenannte „Rechallenge-Phänomen“ spielte bei der Urteilsfindung eine zentrale Rolle.

Der Leidensweg nach der Spritze

Die Geschichte beginnt im Sommer 2021. Ein 1966 geborener Mann entschied sich für den Schutz gegen das Coronavirus und ließ sich mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty impfen. Die Termine fanden am 22.06.2021, am 14.07.2021 und schließlich am 15.12.2021 statt. Doch statt der erhofften Sicherheit traten kurz nach den Injektionen beunruhigende Symptome auf.

Bereits rund 14 Tage nach der ersten Dosis bemerkte der Geimpfte körperliche Veränderungen. Seine Blutwerte zeigten eine Erhöhung der CK-Werte (Creatin-Kinase), ein Enzym, das bei Schäden an den Muskelzellen freigesetzt wird. Es blieb nicht bei laborchemischen Auffälligkeiten. Nach den weiteren Impfungen verschlechterte sich sein Zustand dramatisch. Klinische Untersuchungen und eine Gewebeprobe (Biopsie) aus dem Oberschenkelmuskel brachten schließlich Gewissheit: Der Mann litt unter einer disseminierten Polymyositis im Übergang zu einer Einschlusskörperchen-Myositis.

Dabei handelt es sich um eine schwere, entzündliche Erkrankung der Skelettmuskulatur, die zu Kraftverlust und Schmerzen führt….


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