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MPU-Anordnung: Voraussetzungen, Ablauf, Fristen & Ihre Rechte

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Die MPU ist für betroffene Autofahrer weit mehr als nur ein bürokratisches Hindernis auf dem Weg zurück zum Führerschein. Wer die Untersuchung als simplen „Idiotentest“ abtut und unvorbereitet antritt, gehört schnell zu der Gruppe der Teilnehmer, die scheitern. Aktuellen Statistiken zufolge liegt die allgemeine Durchfallquote bei ca. 35-40 %, bei unvorbereiteten Teilnehmern kann sie jedoch auf bis zu 80 % ansteigen. Ein negatives Gutachten kostet dabei nicht nur viel Geld, sondern zögert die Neuerteilung oft um Monate hinaus. Doch worauf achten die Prüfer wirklich und mit welcher Strategie überzeugen Sie im entscheidenden Gespräch, um Ihre Fahrerlaubnis sicher wiederzuerlangen?

Auf einen Blick

  • Worum es geht: Es geht um die medizinisch-psychologische Untersuchung, mit der Sie beweisen müssen, dass Sie wieder sicher am Straßenverkehr teilnehmen können. Dies betrifft Autofahrer, denen die Fahrerlaubnis wegen Alkohol, Drogen oder zu vielen Punkten entzogen wurde und deren Eignung die Behörde nun anzweifelt (sog. Eignungszweifel).
  • Das größte Risiko: Ohne gründliche Vorbereitung fallen die meisten Teilnehmer durch, was hohe Kosten verursacht und die Zeit ohne Führerschein um viele Monate verlängert. Ein einmal in der Akte gespeichertes negatives Gutachten macht jeden zukünftigen Versuch deutlich schwieriger.
  • Die wichtigste Regel: Nutzen Sie die Zeit ohne Führerschein aktiv für eine professionelle Vorbereitung und arbeiten Sie Ihr Fehlverhalten ehrlich auf, statt Ausreden zu suchen. Sie müssen dem Prüfer glaubhaft erklären, warum Sie Ihr Verhalten dauerhaft geändert haben und wie Sie Rückfälle in Zukunft verhindern.
  • Typische Situationen: Die Behörde ordnet die Untersuchung meist an, wenn jemand mit 1,6 Promille oder mehr (bei Wiederholungstaten auch weniger) gefahren ist, harte Drogen konsumiert hat oder 8 Punkte im Fahreignungsregister gesammelt hat.
  • Erste Schritte: Stoppen Sie sofort jeglichen Konsum von Alkohol oder Drogen, da Sie für die Prüfung oft lückenlose Nachweise über 6 bis 12 Monate benötigen. Beantragen Sie Einsicht in Ihre Akte bei der Führerscheinstelle und suchen Sie sich Unterstützung bei einem Verkehrspsychologen.
  • Häufiger Irrtum: Ein schwerer Fehler ist es, das fertige Gutachten direkt an die Behörde schicken zu lassen – lassen Sie es immer erst zu sich nach Hause senden, damit Sie ein negatives Ergebnis für sich behalten können.

Was genau ist eine MPU und warum ist sie so wichtig?

Wenn Sie den Begriff „MPU“ hören, denken Sie vermutlich sofort an den berüchtigten „Idiotentest“. Streichen Sie dieses Wort sofort aus Ihrem Gedächtnis. Es ist nicht nur falsch, es ist gefährlich für Ihre Vorbereitung. Die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) testet weder Ihre Intelligenz noch will sie Sie schikanieren. Sie ist ein hochspezialisiertes, diagnostisches Verfahren mit einem einzigen Ziel: der Gefahrenabwehr. Das deutsche Straßenverkehrsrecht betrachtet das Fahren nicht als Grundrecht, sondern als privilegiertes Recht, das an Ihre Eignung gebunden ist. Sobald eine Behörde Zweifel an dieser Eignung hat – sei es durch Alkohol, Drogen oder aggressives Verhalten –, greift § 11 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV). Die Behörde fragt sich: „Wird diese Person in Zukunft wieder eine Gefahr für sich und andere sein?“ Die MPU ist Ihre Chance, diese Zweifel wissenschaftlich fundiert auszuräumen. Sie ist keine Strafe, sondern eine Eignungsprognose….


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