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Wichtige Messdaten verweigert: Bußgeld wegen Ordnungswidrigkeit aufgehoben?

Ganzen Artikel lesen auf: Bussgeldsiegen.de

Ein Autofahrer in Konstanz, geblitzt mit einer Radarfalle, forderte für seine Verteidigung tiefe Einblicke in die Messdaten und Geräteprotokolle. Doch diese Verweigerung brachte das ursprüngliche Bußgeldurteil ins Wanken und den Fall zurück ans Amtsgericht. Zum vorliegenden Urteil Az.: 3 ORbs 330 SsBs 662/24 | | Kontakt

Das Urteil in 30 Sekunden

  • Das Problem: Ein Autofahrer wehrte sich gegen ein Bußgeld wegen zu schnellen Fahrens. Er forderte von der Behörde umfassende technische Unterlagen zur Geschwindigkeitsmessung. Die Behörde verweigerte viele dieser Papiere.
  • Die Rechtsfrage: Wie viele technische Unterlagen zu einer Geschwindigkeitsmessung müssen Behörden der Verteidigung zur Verfügung stellen?
  • Die Antwort: Ja, zum Teil. Das Gericht entschied, dass die Verteidigung wichtige Wartungs- und Software-Dokumente zur Messung einsehen darf. Der Fall muss nun erneut vor Gericht behandelt werden.
  • Die Bedeutung: Die Rechte der Verteidigung auf Einsicht in technische Unterlagen bei Geschwindigkeitsmessungen werden gestärkt. Die fehlende Speicherung von Rohdaten durch Messgeräte führt aber nicht automatisch zu einem Problem.

Die Fakten im Blick

  • Gericht: Oberlandesgericht Karlsruhe
  • Datum: 16. Juni 2025
  • Aktenzeichen: 3 ORbs 330 SsBs 662/24
  • Verfahren: Rechtsbeschwerdeverfahren in einem Ordnungswidrigkeitenfall
  • Rechtsbereiche: Ordnungswidrigkeitenrecht, Verfahrensrecht, Verfassungsrecht

Beteiligte Parteien:

  • Kläger: Ein Autofahrer, der wegen zu schnellen Fahrens verurteilt wurde. Er forderte die Einsicht in umfangreiche Messunterlagen, um die Messung zu überprüfen.
  • Beklagte: Das Amtsgericht Konstanz und die Bußgeldbehörde. Sie hatten die Forderungen des Autofahrers nach umfassender Akteneinsicht abgewiesen.

Worum ging es genau?

  • Sachverhalt: Ein Autofahrer wurde wegen Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit verurteilt. Sein Verteidiger forderte umfassende Messunterlagen zur Überprüfung des Messergebnisses an, die das Gericht und die Behörde größtenteils verweigerten.

Welche Rechtsfrage war entscheidend?

  • Kernfrage: Durfte das Gericht dem Autofahrer wichtige Unterlagen zur Geschwindigkeitsmessung vorenthalten und verstieß dies gegen sein Recht auf ein faires Verfahren? Und macht es die Messung ungültig, dass keine Rohdaten gespeichert wurden?

Entscheidung des Gerichts:

  • Urteil im Ergebnis: Das Urteil des Amtsgerichts wurde aufgehoben und der Fall zur erneuten Verhandlung zurückverwiesen.
  • Zentrale Begründung: Das Gericht sah das Recht des Autofahrers auf eine faire Verteidigung verletzt, weil ihm wichtige Wartungsunterlagen des Messgeräts und die Gebrauchsanweisung der Auswertesoftware vorenthalten wurden.
  • Konsequenzen für die Parteien: Der Fall muss erneut vor dem Amtsgericht verhandelt werden; die ursprüngliche Verurteilung ist damit zunächst hinfällig.

Der Fall vor Gericht


Messung im Fokus: Wie ein Raserfall die Rechte der Verteidigung neu justierte

Sie fahren zu schnell, die Radarfalle blitzt. Was folgt, ist oft nur ein Bußgeldbescheid. Doch ein Autofahrer aus dem Raum Konstanz wollte nicht einfach zahlen. Er fühlte sich in seiner Verteidigung behindert, weil er tiefe Einblicke in die Technik der Messung forderte – von Wartungsprotokollen bis zur Software-Anleitung. Das war keine Kleinigkeit, sondern ein Fall für das Oberlandesgericht Karlsruhe….


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