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Unfall Fußgänger abbiegender Pkw: Voller Schadenersatz trotz dunkler Kleidung

Ganzen Artikel lesen auf: Verkehrsrechtsiegen.de

Eine Fußgängerin wollte in einer Sommernacht eine Querstraße überqueren, als ein abbiegender Pkw sie erfasste und mit erheblichen Verletzungen zu Boden schleuderte. Die Autofahrerin und ihr Versicherer wiesen jedoch die Schuld ab: Die in dunkler Kleidung auftauchende Person sei kaum zu erkennen gewesen und gar nicht wirklich von ihrem abbiegenden Pkw getroffen worden. Doch die Verletzungen der Fußgängerin und die Spuren am Unfallort erzählten vor Gericht eine völlig andere Geschichte. Zum vorliegenden Urteil Az.: 2 C 263/22 | | Kontakt

Das Urteil in 30 Sekunden

  • Das Problem: Eine Fußgängerin wurde von einem Auto angefahren, als sie eine Straße überquerte. Sie forderte vom Autofahrer und dessen Versicherung Schadenersatz und Schmerzensgeld.
  • Die Frage: War der Autofahrer allein verantwortlich für den Unfall und die Verletzungen der Fußgängerin?
  • Die Antwort: Ja. Das Gericht sah den Autofahrer als allein verantwortlich an. Er hatte beim Abbiegen nicht genug auf die Fußgängerin geachtet.
  • Das bedeutet das für Sie: Wenn Sie als Fußgänger bei einem Abbiegeunfall verletzt werden, trägt der Autofahrer oft die Hauptschuld. Sie haben dann gute Chancen auf Entschädigung für Ihre Verletzungen und Schäden.

Die Fakten im Blick

  • Gericht: Amtsgericht Schwandorf
  • Datum: 19.04.2023
  • Aktenzeichen: 2 C 263/22
  • Verfahren: Zivilrechtliches Klageverfahren
  • Rechtsbereiche: Verkehrsrecht, Schadensersatzrecht, Versicherungsrecht

Beteiligte Parteien:

  • Kläger: Eine Fußgängerin. Sie forderte von der Fahrerin eines PKW und deren Versicherung Schadensersatz und Schmerzensgeld nach einem Verkehrsunfall.
  • Beklagte: Die Fahrerin eines PKW und ihre Haftpflichtversicherung. Sie bestritten eine volle Haftung und machten ein Mitverschulden der Klägerin geltend.

Worum ging es genau?

  • Sachverhalt: Eine Fußgängerin wurde beim Überqueren einer Straße von einem abbiegenden Pkw erfasst und verletzt. Sie verlangte daraufhin Schadensersatz für ihre beschädigte Brille und Schmerzensgeld für ihre erlittenen Verletzungen.

Welche Rechtsfrage war entscheidend?

  • Kernfrage: Muss die Autofahrerin und ihre Versicherung der Fußgängerin nach einem Unfall vollen Schadensersatz und Schmerzensgeld zahlen, obwohl die Fußgängerin dunkel gekleidet war und die Autofahrerin kein Mitverschulden sieht?

Entscheidung des Gerichts:

  • Urteil im Ergebnis: Die Klage wurde weit überwiegend zugunsten der Klägerin entschieden.
  • Zentrale Begründung: Das Gericht stellte fest, dass die Autofahrerin die besondere Rücksichtnahmepflicht gegenüber Fußgängern beim Abbiegen verletzt und damit den Unfall allein verschuldet hat.
  • Konsequenzen für die Parteien: Die Klägerin erhält den größten Teil ihrer Forderungen für Sachschäden und Schmerzensgeld, und die Beklagten müssen die Prozesskosten tragen.

Der Fall vor Gericht


Was geschah in jener Sommernacht, die alles veränderte?

Es war kurz vor Mitternacht an einem Sommertag in einer kleineren Stadt in Bayern, als das Schicksal zweier Menschen auf einer belebten Kreuzung aufeinandertraf. Eine Fußgängerin, die auf dem Gehweg einer Hauptstraße unterwegs war und eine Querstraße überqueren wollte, wurde von einem abbiegenden Auto erfasst….


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