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Dingliches Wohnrecht im Grundbuch: Warum der Sohn es trotzdem verlor

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Ein Ehemann sollte nach der Grundstücksübertragung seiner Frau an deren Sohn ein dingliches Wohnrecht und ein Mitbenutzungsrecht im Grundbuch erhalten. Nur wenige Monate später, am 10. Juli 2020, standen diese Rechte tatsächlich zu seinen Gunsten im Grundbuch, obwohl der Mann selbst nicht am notariellen Vertrag teilgenommen hatte. Doch der Sohn, der neue Eigentümer, wollte diese Einträge schnellstmöglich wieder löschen lassen und forderte das Haus zurück. Zum vorliegenden Urteil Az.: 5 U 36/24 | | Kontakt

Das Urteil in 30 Sekunden

  • Das Problem: ❓ Ein Mann wollte Rechte auf einem Grundstück ausüben, die für ihn im Grundbuch standen. Der neue Eigentümer, der Sohn seiner verstorbenen Frau, wollte diese Rechte löschen lassen.
  • Die Frage: ⚖️ Waren die eingetragenen Rechte des Witwers auf Wohnen und Nutzung des Grundstücks wirklich gültig?
  • Die Antwort: Nein. Das Gericht entschied, dass diese Rechte nie gültig entstanden sind. Der Witwer hatte der Vereinbarung, die diese Rechte begründen sollte, nie direkt zugestimmt.
  • Das bedeutet das für Sie: Ein Eintrag im Grundbuch garantiert nicht immer ein gültiges Recht. Damit Rechte an einem Grundstück wirksam sind, müssen alle beteiligten Personen direkt zugestimmt haben.

Die Fakten im Blick

  • Gericht: Oberlandesgericht Brandenburg
  • Datum: 24.04.2025
  • Aktenzeichen: 5 U 36/24
  • Verfahren: Berufungsverfahren
  • Rechtsbereiche: Sachenrecht, Schuldrecht, Zivilprozessrecht

Beteiligte Parteien:

  • Kläger: Ein Sohn, der Nutzungsrechte an einem Grundstück beanspruchte. Er wollte das Grundstück mit Wohnhaus nutzen und das Mitbenutzungsrecht an Garten und Bootsschuppen durchsetzen.
  • Beklagte: Der Vater, der Eigentümer des strittigen Grundstücks war. Er verlangte die Löschung der für den Kläger eingetragenen Nutzungsrechte im Grundbuch.

Worum ging es genau?

  • Sachverhalt: Ein Sohn forderte von seinem Vater die Nutzung von dessen Grundstück, gestützt auf im Grundbuch eingetragene Rechte. Diese Rechte wurden durch einen notariellen Vertrag zwischen dem Vater und seiner verstorbenen Ehefrau, der Mutter des Sohnes, begründet.

Welche Rechtsfrage war entscheidend?

  • Kernfrage: Waren die im Grundbuch für den Sohn eingetragenen Wohn- und Nutzungsrechte am Grundstück des Vaters überhaupt gültig, obwohl der Sohn nicht selbst bei der Vereinbarung dabei war?

Entscheidung des Gerichts:

  • Urteil im Ergebnis: Die Berufung des Klägers wurde zurückgewiesen, womit die Klage abgewiesen und die Widerklage des Beklagten auf Löschung der Rechte im Grundbuch bestätigt wurde.
  • Zentrale Begründung: Die Rechte sind nicht wirksam entstanden, weil es an einer erforderlichen Einigung zwischen der Rechteinhaberin und dem Kläger fehlte und der Kläger nicht am Vertrag beteiligt war.
  • Konsequenzen für die Parteien: Der Kläger muss die Kosten des gesamten Rechtsstreits tragen, und die im Grundbuch eingetragenen Rechte zugunsten des Klägers müssen gelöscht werden.

Der Fall vor Gericht


Worum ging es in diesem ungewöhnlichen Familienstreit?

Ein altes Sprichwort besagt, dass Familie oft die größten Herausforderungen mit sich bringt. Das musste auch ein Mann erfahren, den wir hier als den Anspruchsteller bezeichnen wollen….


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