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Schmerzensgeld bei fehlerhafter Behandlung bei Wirbelsäulen-OP

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Ein Leben voller Schmerzen, gehofft auf Heilung durch einen riskanten Eingriff, endete für einen Patienten nun vor Gericht. Nach einer Wirbelsäulen-OP voller Komplikationen kämpfte er um Schmerzensgeld, doch die Richter sahen es anders. Hat er wirklich die Wahrheit gesagt, oder trugen ihn starke Schmerzmittel in eine andere Realität? Zum vorliegenden Urteil Az.: 7 U 2/22 | | Kontakt

Das Wichtigste in Kürze

  • Gericht: Oberlandesgericht Karlsruhe
  • Datum: 06.09.2023
  • Aktenzeichen: 7 U 2/22
  • Verfahrensart: Berufungsverfahren
  • Rechtsbereiche: Zivilrecht, Arzthaftungsrecht

Beteiligte Parteien:

  • Der Kläger macht gegen die Beklagten Ansprüche auf Zahlung von Schmerzensgeld wegen behaupteter fehlerhafter Behandlung geltend. Er argumentiert, dass die Operation durch die Beklagten zu Zementeinlagerungen im Spinalkanal geführt habe.
  • Die Beklagten zu 1, 2 und 4 werden vom Kläger wegen einer Operation belangt, bei der es zu Zementeinlagerungen in den Spinalkanal gekommen sein soll. Die Beklagten haben sich insoweit bereits gütlich geeinigt.

Um was ging es?

  • Sachverhalt: Der Kläger wurde im Jahr 2006 aufgrund einer Spondylosisthesis operiert. Nach einer Revisionsoperation und weiterhin bestehenden Beschwerden begab er sich im November 2011 in Behandlung bei der Beklagten zu 1 und wurde durch die Beklagten zu 2 und 4 operiert. Dabei kam es zu Zementeinlagerungen in den Spinalkanal, worüber sich die Parteien gütlich geeinigt haben.
  • Kern des Rechtsstreits: Die Frage, ob die Behandlung durch die Beklagten fehlerhaft war und dem Kläger einen Anspruch auf Schmerzensgeld begründet.

Was wurde entschieden?

  • Entscheidung: Die Berufung des Klägers gegen das Urteil des Landgerichts Heidelberg wird zurückgewiesen.
  • Folgen: Der Kläger trägt die Kosten des Berufungsrechtszugs. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar. Die Revision wird nicht zugelassen.

Der Fall vor Gericht


Wirbelsäulen-OP endet vor Gericht: Patient scheitert mit Schmerzensgeldklage

Ein Patient, der sich einer Wirbelsäulenoperation unterzog, hat vor dem Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe eine Niederlage erlitten. Er hatte die behandelnden Ärzte und das Krankenhaus wegen angeblicher Behandlungsfehler verklagt und Schmerzensgeld gefordert. Das Gericht wies seine Berufung jedoch zurück und bestätigte damit das Urteil der Vorinstanz.

Hintergrund: Langjährige Wirbelsäulenbeschwerden und mehrere Operationen

Dem Rechtsstreit liegt eine komplexe Krankengeschichte des Klägers zugrunde. Bereits im Jahr 2006 wurde bei ihm eine Spondylodese, eine operative Versteifung der Wirbelsäule, durchgeführt. Diese Operation war aufgrund einer Spondylosisthesis, einem Wirbelgleiten, notwendig geworden. Schon kurz nach dieser ersten Operation kam es zu Komplikationen in Form einer Materiallockerung, die eine erneute Operation im selben Jahr erforderlich machte. Trotz dieser Eingriffe litt der Patient weiterhin unter Beschwerden. Im November 2011 suchte er daher das beklagte Krankenhaus auf und wurde dort erneut operiert. Während dieser Operation, durchgeführt von den beklagten Ärzten, kam es zu einem unerwünschten Ereignis: Zement gelangte in den Spinalkanal, den Raum, in dem das Rückenmark verläuft. Über die Folgen dieses Zementaustritts hatten sich die Parteien bereits außergerichtlich geeinigt….


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