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Versicherungsfall in Versicherungszeit – Darlegungs- und Beweislast Versicherungsnehmer

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Ein Albtraum für Bauherren wurde zum Fall für die Justiz: Mangelhaft verbaute Duschrinnen ziehen einen Rattenschwanz an Folgekosten nach sich. Wer muss für den Schaden aufkommen, wenn Pfusch am Bau teure Sanierungsarbeiten nach sich zieht? Ein Urteil aus Bremen sorgt nun für Klarheit im Dickicht der Versicherungsbedingungen. Zum vorliegenden Urteil Az.: 3 U 13/24 | | Kontakt

Das Wichtigste in Kürze

  • Gericht: OLG Bremen
  • Datum: 14.02.2025
  • Aktenzeichen: 3 U 13/24
  • Verfahrensart: Berufungsverfahren im Versicherungsrecht
  • Rechtsbereiche: Versicherungsrecht, Werkvertragsrecht
  • Beteiligte Parteien – Kläger:
    • Der Kläger beantragt die Feststellung, dass der Beklagte aus seinem Betriebshaftpflichtversicherungsvertrag zur Deckung der Kosten verpflichtet ist, die zur Beseitigung der Mängel infolge des fehlerhaften Einbaus von Duschrinnen erforderlich sind.
  • Beteiligte Parteien – Beklagter:
    • Der Beklagte legte Berufung gegen das Urteil des Landgerichts Bremen ein und wehrt sich gegen die Ausweitung des Versicherungsschutzes, der die Kosten der Schadensbeseitigung und Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands abdecken soll.
  • Um was ging es?
    • Sachverhalt: Im Bauvorhaben ### wurde bei der Montage der Duschrinnen in den Apartments oberhalb der Appartements 2.09, 3.09 und 3.14 ein Fehler gemacht. Dadurch sind Mängel entstanden, deren Behebung und die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands Kosten verursachen. Der Kläger machte geltend, dass der Beklagte aufgrund seines Betriebshaftpflichtversicherungsvertrags verpflichtet ist, diese Kosten zu übernehmen.
    • Kern des Rechtsstreits: Es ging darum zu klären, ob der Beklagte aufgrund des Betriebshaftpflichtversicherungsvertrags verpflichtet ist, Versicherungsschutz in Höhe der zur Schadensbeseitigung und Wiederherstellung des vorherigen Zustands erforderlichen Kosten zu gewähren.
  • Was wurde entschieden?
    • Entscheidung: Das Urteil des Landgerichts Bremen wurde abgeändert. Es wurde festgestellt, dass der Beklagte dem Kläger Versicherungsschutz zu gewähren hat – und zwar in Höhe der Kosten, die erforderlich sind, um die Mangelhafte Werkleistung (fehlerhafter Einbau der Duschrinnen) für die Schadensbeseitigung zugänglich zu machen und den vorherigen Zustand wiederherzustellen. Im Übrigen wurde die Klage abgewiesen. Zudem trägt der Kläger die Kosten des Rechtsstreits in beiden Instanzen, das Urteil ist hinsichtlich der Kosten vorläufig vollstreckbar und die Revision wurde nicht zugelassen.
    • Begründung: Die Entscheidung basierte darauf, dass der fehlerhafte Einbau der Duschrinnen als mangelhafte Werkleistung anzusehen ist, wodurch die Voraussetzungen für den in Anspruch genommenen Versicherungsschutz aus dem Betriebshaftpflichtversicherungsvertrag vorliegen.
    • Folgen: Der Beklagte muss künftig den vereinbarten Versicherungsschutz leisten und damit die Kosten zur Schadensbeseitigung und Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands übernehmen. Gleichzeitig trägt der Kläger die Prozesskosten in beiden Instanzen. Die Vorläufige Vollstreckbarkeit und der Verzicht auf die Revision führen dazu, dass das Urteil weitgehend endgültig ist.

Der Fall vor Gericht


OLG Bremen Urteilt zu Versicherungsschutz bei Mangelhafter Werkleistung

Das Oberlandesgericht (OLG) Bremen hat in einem Urteil vom 14. Februar 2025 (Az….


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