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Anscheinsbeweisentkräftung bei Auffahrunfall nach Spurwechsel

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In Lübeck krachte es: Ein vermeintlich harmloser Spurwechsel entfachte einen heftigen Streit vor Gericht. Wer trägt die Schuld, wenn nach dem Blinken plötzlich Blech auf Blech knallt? Eine Frage, die über Schadenersatz und Glaubwürdigkeit entscheidet. Zum vorliegenden Urteil Az.: 21 C 1999/22 | | Kontakt

Das Wichtigste in Kürze

  • Gericht: AG Lübeck
  • Datum: 07.07.2023
  • Aktenzeichen: 21 C 1999/22
  • Verfahrensart: Schadensersatzklage aus einem Verkehrsunfall
  • Rechtsbereiche: Verkehrsrecht, Schadensersatzrecht, Kfz-Haftpflicht
  • Beteiligte Parteien:
  • Kläger: Fahrer des PKW HL-XX XX H, der Ansprüche aus dem Verkehrsunfall geltend macht; seine Beifahrerin V. K. fungierte als Zeugin.
  • Beklagte: Fahrer des PKW HL-XX XXX, bei dem zur Unfallzeit die Haftpflichtversicherung bestand; in seinem Fahrzeug befand sich die Beifahrerin und Zeugin S. S.; der genaue Unfallhergang ist umstritten.
  • Um was ging es?
  • Sachverhalt: Der Kläger fuhr am 10.09.2022 auf einer Straße und beabsichtigte, von der rechten auf die linke Fahrspur zu wechseln. Dabei kam es zu einem Zusammenstoß mit dem Fahrzeug der Beklagten, wobei am PKW des Klägers hinten links und am Fahrzeug der Beklagten vorne rechts Beschädigungen im Bereich des Kotflügels entstanden. Der genaue Unfallhergang wird von beiden Parteien unterschiedlich dargestellt.
  • Kern des Rechtsstreits: Es geht darum, ob die Ansprüche des Klägers aus dem Verkehrsunfall gerechtfertigt sind, da der Unfallhergang von den Parteien strittig ist.
  • Was wurde entschieden?
  • Entscheidung: Die Klage des Klägers wird abgewiesen; der Kläger hat die Kosten des Rechtsstreits zu tragen. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar, wobei Sicherheitsleistungen in Höhe von 110 % des vollstreckbaren Betrags möglich sind.
  • Folgen: Der Kläger muss die festgesetzten Kosten übernehmen und mit Sicherheitsleistungen rechnen, falls er die Vollstreckung nicht abwendet. Zudem wurde der Streitwert auf 1.290,00 € festgesetzt.

Der Fall vor Gericht


Auffahrunfall nach Spurwechsel: Gericht weist Klage ab – Anscheinsbeweis erschüttert?

In einem aktuellen Urteil des Amtsgerichts Lübeck (Az.: 21 C 1999/22) vom 7. Juli 2023 wurde die Klage eines Autofahrers nach einem Verkehrsunfall abgewiesen. Der Kläger forderte Schadenersatz von einer anderen Autofahrerin und deren Haftpflichtversicherung. Kern des Rechtsstreits war ein Auffahrunfall, der sich nach einem Spurwechsel des Klägers ereignet hatte. Das Gericht musste entscheiden, wessen Darstellung des Unfallhergangs glaubhafter ist und wer die Verantwortung für den Zusammenstoß trägt.

Verkehrsunfall in Lübeck: Spurwechsel führt zu Kollision

Der Unfall ereignete sich am 10. September 2022 in der Straße am H.-G.-K. in Lübeck. Der Kläger befuhr mit seinem PKW die rechte Fahrspur in Richtung R.straße. Er beabsichtigte, auf die linke Fahrspur zu wechseln. Auf der linken Fahrspur fuhr die Beklagte mit ihrem Fahrzeug in dieselbe Richtung. Es kam zum Zusammenstoß zwischen den beiden Fahrzeugen. Der genaue Ablauf des Spurwechsels und die Umstände des Unfalls waren zwischen den Parteien strittig und Gegenstand der gerichtlichen Auseinandersetzung.

Beschädigungen an den Fahrzeugen und Schadenersatzforderung

Bei der Kollision wurde der PKW des Klägers hinten links, im Bereich des Kotflügels, beschädigt. Das Fahrzeug der Beklagten wurde vorne rechts, ebenfalls im Kotflügelbereich, in Mitleidenschaft gezogen….


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