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Anerkennung einer Berufskrankheit: Das Verfahren Schritt für Schritt

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Das Wichtigste: Kurz und knapp

  • Berufskrankheiten sind gesundheitliche Beeinträchtigungen, die durch die berufliche Tätigkeit verursacht werden.
  • Für die Anerkennung als Berufskrankheit müssen bestimmte rechtliche und medizinische Voraussetzungen erfüllt sein.
  • Die Berufskrankheiten-Verordnung (BKV) listet die anerkannten Berufskrankheiten auf.
  • Die Liste wird bei neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen erweitert.
  • Zu den häufigsten Berufskrankheiten zählen Hauterkrankungen, Lärmschwerhörigkeit, Asbestose, Atemwegserkrankungen und Erkrankungen der Wirbelsäule.
  • Besteht der Verdacht auf eine Berufskrankheit, sollten Betroffene unverzüglich einen Arzt aufsuchen.
  • Arbeitnehmer haben das Recht, selbst eine Verdachtsanzeige beim Unfallversicherungsträger zu erstatten.
  • Der Arzt muss die Krankheit dem Unfallversicherungsträger melden.
  • Der Unfallversicherungsträger prüft den Fall und entscheidet über die Anerkennung der Berufskrankheit.
  • Bei Anerkennung haben Betroffene Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung.

Berufskrankheiten: Rechtliche Anerkennung und Schutzmaßnahmen für Arbeitnehmer

Berufskrankheiten können schwerwiegende Folgen für Betroffene haben. Dieser Artikel erläutert den Prozess der Anerkennung einer Berufskrankheit und bietet wichtige Informationen für Arbeitnehmer, die einen Verdacht auf eine berufsbedingte Erkrankung haben.

Grundlagen der Berufskrankheiten

Berufskrankheiten sind gesundheitliche Beeinträchtigungen, die durch besondere Einwirkungen verursacht werden, denen bestimmte Personengruppen durch ihre berufliche Tätigkeit in erheblich höherem Maße ausgesetzt sind als die übrige Bevölkerung. Um als Berufskrankheit anerkannt zu werden, müssen bestimmte rechtliche und medizinische Voraussetzungen erfüllt sein.

Definition einer Berufskrankheit

Eine Berufskrankheit ist eine Erkrankung, die durch besondere Einwirkungen verursacht wird, denen bestimmte Personengruppen durch ihre Arbeit in erheblich höherem Maße ausgesetzt sind als die übrige Bevölkerung. Der Begriff ist im Siebten Buch Sozialgesetzbuch (SGB VII) und in der Berufskrankheiten-Verordnung (BKV) geregelt. Berufskrankheiten unterscheiden sich von gewöhnlichen arbeitsbedingten Erkrankungen. Während letztere durch allgemeine Belastungen am Arbeitsplatz entstehen können, sind Berufskrankheiten auf spezifische, in der Berufskrankheiten-Liste aufgeführte Gefährdungen zurückzuführen. Ein Beispiel für eine Berufskrankheit ist die Asbestose bei Bauarbeitern, die langfristig Asbest ausgesetzt waren.

Rechtliche Grundlagen

Die rechtlichen Grundlagen für Berufskrankheiten finden sich hauptsächlich im SGB VII und in der BKV. Das SGB VII regelt die gesetzliche Unfallversicherung, zu deren Aufgaben auch der Schutz vor Berufskrankheiten gehört. Die BKV enthält die offizielle Liste der anerkannten Berufskrankheiten. Die Berufskrankheiten-Liste ist ein zentrales Element im Anerkennungsverfahren. Sie umfasst derzeit 82 Krankheiten, die als Berufskrankheiten anerkannt werden können. Jede Krankheit in der Liste ist mit einer Nummer versehen und beschreibt die spezifischen Voraussetzungen für die Anerkennung. Neben den gelisteten Krankheiten können in Einzelfällen auch andere Erkrankungen als Berufskrankheit anerkannt werden, wenn neue medizinische Erkenntnisse vorliegen. Dies wird als Öffnungsklausel bezeichnet und ermöglicht eine flexible Anpassung an den wissenschaftlichen Fortschritt….


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