Skip to content
Menu

Datenbank Urteile & Beiträge
Rechtsanwälte Kotz GbR

Bewährungswiderruf wegen Verstoßes gegen Therapieweisung

Ganzen Artikel lesen auf: Strafrechtsiegen.de

Ein Mann, verurteilt wegen Betrugs, erhält Bewährung, verstößt aber gegen Auflagen und landet erneut vor Gericht. Das Oberlandesgericht Celle hebt den Widerruf der Bewährung auf und betont die Bedeutung einer fairen Anhörung und Berücksichtigung persönlicher Umstände. Die Entscheidung wirft grundlegende Fragen zum Umgang mit suchtkranken Straftätern im Bewährungsverfahren auf. Zum vorliegenden Urteil Az.: 1 Ws 69/24 | | Hilfe anfordern Das Wichtigste: Kurz & knapp Der Verurteilte wurde wegen mehrerer Betrugsdelikte verurteilt und befand sich in Haft. Die Vollstreckung der Strafen wurde nach zwei Dritteln zur Bewährung ausgesetzt. Der Verurteilte sollte regelmäßig Kontakt zur Bewährungshilfe halten und an einer Therapie sowie Selbsthilfegruppen teilnehmen. Er versäumte es, nach seiner Entlassung, den Kontakt zur Bewährungshelferin aufrechtzuerhalten und die Teilnahme an therapeutischen Maßnahmen nachzuweisen. Aufgrund eines neuen Betrugsvorwurfs und fehlender Nachweise über Therapien wurde ein Bewährungswiderruf in Betracht gezogen. Das Gericht hat die Entscheidung über den Widerruf der Bewährung aufgehoben, weil der Verurteilte nicht ordnungsgemäß angehört wurde. Die Strafvollstreckungskammer hatte nach der Anhörung ohne erneute Befragung des Verurteilten weitere Informationen eingeholt, was verfahrensrechtlich nicht zulässig war. Bei der erneuten Entscheidung muss die Strafvollstreckungskammer die Depressionserkrankung des Verurteilten berücksichtigen. Es muss geprüft werden, ob die Therapieweisungen ausreichend bestimmt waren und ob der Verurteilte in der Lage war, diese zu erfüllen. Der Beschluss wurde zur erneuten Entscheidung an die Strafvollstreckungskammer zurückverwiesen. Gerichtsurteil: Bewährungswiderruf wegen Therapieverstößen – die Gratwanderung zwischen Strafe und Resozialisierung Bewährung bedeutet, dass eine Straftat zwar verurteilt, aber die Strafe zunächst ausgese


Können wir Ihnen helfen? Kontaktieren Sie uns!

Stellen Sie hier Ihre Anfrage oder rufen Sie uns an: 02732 791079

ANFRAGE FORMULAR (V1)

Art der Anfrage

Bitte wählen Sie zunächst die Art Ihrer Anfrage, damit wir Ihnen so schnell und kompetent wie möglich weiterhelfen können.
(*) Bitte beachten, dass eine Beratung und eine qualifizierte Rechtsauskunft leider nur kostenpflichtig erfolgen kann. Wir informieren Sie vorab über anfallende Kosten, selbstverständlich können Sie das Angebot vor einer Beratung kostenfrei zurückweisen.
Wird gesendet

Ebenfalls interessante Urteile und Beiträge

Rechtsgebiete

Monatsarchiv