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Verwendung von K.O.-Tropfen – gefährliches Werkzeug

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Das Landgericht Saarbrücken verurteilte einen Mann zu über sieben Jahren Haft, weil er einer Geschäftspartnerin heimlich K.O.-Tropfen verabreichte, um sie widerstandsunfähig zu machen und zu vergewaltigen. Das Gericht wertete die Verwendung von GBL als gefährliches Werkzeug und gefährliche Körperverletzung, da der Angeklagte die potenziell lebensgefährlichen Folgen billigend in Kauf nahm.

➔ Zum vorliegenden Urteil Az.: 3 KLs 35/22 | Schlüsselerkenntnis | FAQ  | Hilfe anfordern

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✔ Der Fall: Kurz und knapp
Urteil: Verwendung von K.O.-Tropfen als gefährliches Werkzeug

Der Angeklagte wurde wegen besonders schwerer Vergewaltigung, gefährlicher Körperverletzung und weiterer Straftaten zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren und zwei Monaten verurteilt.
Der Angeklagte mischte der Nebenklägerin heimlich Gamma-Butyrolacton (GBL) in ein Getränk, um sie handlungsunfähig zu machen.
Der Angeklagte nutzte den durch das GBL verursachten Zustand der Nebenklägerin aus, um sie zu entkleiden, Fotos zu machen und sexuelle Handlungen vorzunehmen.
Die Nebenklägerin erlitt infolge des GBL-Konsums Benommenheit, Erinnerungslücken und war zeitweise bewusstlos.
Das Gericht bewertete GBL als gefährliches Werkzeug, da es die Nebenklägerin in einen lebensgefährlichen Zustand versetzte.
Das Urteil basierte auf der glaubhaften Aussage der Nebenklägerin, der Geständigkeit des Angeklagten und den wissenschaftlichen Ausführungen einer Toxikologin.
Das Gericht entschied, dass der Angeklagte wissentlich die gesundheitlichen Risiken von GBL in Kauf nahm.
Die Auswirkungen des Urteils sind eine klare Abschreckung gegen den Missbrauch von K.O.-Tropfen und ein Signal für den Opferschutz.
Das Urteil unterstreicht die strafrechtliche Relevanz des heimlichen Verabreichens von betäubenden Substanzen zur Begehung von Straftaten.


Angeklagter zu über 7 Jahren Haft verurteilt wegen Einsatz von K.O.-Tropfen
K.O.-Tropfen, also Substanzen, die jemanden bewusstlos machen und wehrlos gegenüber Übergriffen werden, sind leider keine Seltenheit. Imme[…]


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