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Arbeitszeitreduzierung – Verteilungswunsch

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Ein Flugzeugführer hat Anspruch auf eine Reduzierung seiner Arbeitszeit um 4,93% und auf Freistellung an bestimmten, teilweise in Ferienzeiten liegenden Tagen. Das Landesarbeitsgericht entschied, dass dem Teilzeitbegehren keine betrieblichen Gründe entgegenstehen und kein Rechtsmissbrauch vorliegt. Insbesondere genießt die Urlaubsgewährung anderer Arbeitnehmer keinen Vorrang gegenüber dem gesetzlichen Teilzeitanspruch.

Weiter zum vorliegenden Urteil Az.: 17 Sa 1239/22 ➔

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✔ Kurz und knapp

Das Urteil befasst sich mit der Reduzierung und Neuverteilung der Arbeitszeit eines Senior First Officers, der seit 2007 bei einem Luftfahrtunternehmen beschäftigt ist.
Der Kläger beantragte die Verringerung seiner Arbeitszeit um 4,93% und die Festlegung spezifischer freier Tage. Die Beklagte lehnte dies ab.
Das Arbeitsgericht Frankfurt am Main gab dem Antrag des Klägers statt. Die Berufung der Beklagten wurde vom Hessischen Landesarbeitsgericht zurückgewiesen.
Das Gericht entschied, dass keine betrieblichen Gründe gemäß § 8 Abs. 4 Satz 1 TzBfG der Arbeitszeitreduzierung entgegenstehen.
Die Beklagte argumentierte, dass ihr Organisationskonzept beeinträchtigt werde. Das Gericht befand jedoch, dass die gewünschte Reduzierung und Verteilung der Arbeitszeit keine wesentliche Beeinträchtigung darstellt.
Es wurde festgestellt, dass der Kläger keine unzulässige Rechtsausübung betreibt, um eine andere Arbeitszeitverteilung zu erzwingen.
Der Wunsch des Klägers, mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen, wurde als legitimes Interesse anerkannt.
Die Beklagte führte an, dass der Kläger durch die beantragte Teilzeit zu bevorzugten Urlaubszeiten frei hätte, was das betriebliche Konzept stören würde. Das Gericht wies diesen Einwand zurück.
Das Gericht entschied, dass der Kläger keinen Missbrauch betreibt, da die beantragte Arbeitszeitreduzierung keine betrieblichen Belange wesentlich beeinträchtigt.
Die Revision gegen das Urteil wurde nicht zugelassen, sodass die Entscheidung endgültig ist.


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