Skip to content
Menu

Datenbank Urteile & Beiträge
Rechtsanwälte Kotz GbR

Anerkennung Lendenwirbelsäulenerkrankung als Berufskrankheit

Ganzen Artikel lesen auf: Sozialrechtsiegen.de
Das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen hat die Berufung eines ehemaligen Schlossers und Schweißers zurückgewiesen, der die Anerkennung seiner Lendenwirbelsäulenerkrankung als Berufskrankheit beantragte. Nach Abwägung mehrerer medizinischer Gutachten kam das Gericht zu dem Schluss, dass der Kläger nicht nachweisen konnte, dass seine berufliche Tätigkeit die wesentliche Ursache für seine Erkrankung war. Die Entscheidung stützte sich auf die Konsensempfehlungen und den aktuellen medizinischen Erkenntnisstand, wonach im vorliegenden Fall die spezifischen Kriterien für eine Anerkennung als Berufskrankheit nicht erfüllt waren.

Weiter zum vorliegenden Urteil Az.: L 17 U 484/21 ➔

[toc]


✔ Kurz und knapp

Das Urteil bestätigt die Ablehnung der Anerkennung einer Berufskrankheit nach Nr. 2108 BK-Verordnung durch die Beklagte.
Die Voraussetzungen für den Nachweis der rechtlich wesentlichen Verursachung durch die berufliche Tätigkeit sind nicht erfüllt.
Anhand der Konsensempfehlungen ist das Schadensbild des Klägers in die Konstellation B3 einzuordnen, bei der kein Konsens hinsichtlich der beruflichen Verursachung besteht.
Es fehlt an belastungsinduzierten Befundindikatoren, die eine belastungskonforme Erkrankung im Sinne der BK 2108 nahelegen.
Das Sachverständigengutachten von Dr. X. ist überzeugend und widerspruchsfrei, im Gegensatz zum Gutachten von Dr. P.
Die Revision wurde nicht zugelassen, da keine Revisionsgründe vorliegen.
Für eine konkrete Entschädigungsleistung ist die Klage wegen fehlender Entscheidung darüber unzulässig.


Lendenwirbelsäulenerkrankung: Keine Berufskrankheit bei fehlendem Kausalzusammenhang
Lendenwirbelsäulenerkrankungen zählen zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden in Deutschland. Oftmals sind solche Erkrankungen auf berufliche Belastungen wie langjähriges Heben schwerer Lasten oder extreme Rumpfbeugehaltungen zurückzuführen. In solchen Fällen können die Betroffenen unter bestimmten Voraussetzungen eine Anerkennung als Berufskrankheit beantragen. Dies hat weitreichende Folgen für die Versorgung und Entschädigung der Erkrankten. Ob und unter welchen Bedingungen eine Lendenwirbelsäulenerkrankung letztlich als Berufskrankheit anerkannt wird, hängt von einer Vielzahl medizinischer[…]


Können wir Ihnen helfen? Kontaktieren Sie uns!

Stellen Sie hier Ihre Anfrage oder rufen Sie uns an: 02732 791079

ANFRAGE FORMULAR (V1)

Art der Anfrage

Bitte wählen Sie zunächst die Art Ihrer Anfrage, damit wir Ihnen so schnell und kompetent wie möglich weiterhelfen können.
(*) Bitte beachten, dass eine Beratung und eine qualifizierte Rechtsauskunft leider nur kostenpflichtig erfolgen kann. Wir informieren Sie vorab über anfallende Kosten, selbstverständlich können Sie das Angebot vor einer Beratung kostenfrei zurückweisen.
Wird gesendet

Ebenfalls interessante Urteile und Beiträge

Rechtsgebiete

Monatsarchiv