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Kfz-Kaskoversicherung – Leistungsfreiheit bei Unfallmanipulation

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Das Oberlandesgericht Hamm hat die Berufung des Klägers zurückgewiesen, da der Versicherer den Beweis für eine vorsätzliche Unfallmanipulation erbracht hat. Die Gesamtschau der Indizien lässt den Schluss auf eine Unfallmanipulation zu. Die Leistungsfreiheit der Kfz-Kaskoversicherung wurde bestätigt.

→ Weiter zum vorliegenden Urteil Az.: I-20 U 156/23

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✔ Das Wichtigste in Kürze

Der Kaskoversicherer ist von der Leistungspflicht befreit, wenn er den Vollbeweis für die vorsätzliche Herbeiführung des Versicherungsfalls durch den Versicherungsnehmer erbringt.
Der Nachweis einer Unfallmanipulation kann durch die Häufung typischer verdächtiger Umstände erbracht werden, die insgesamt nur diesen Schluss zulassen.
Das Gericht sah den Vollbeweis als erbracht an, da die Schäden teilweise nicht mit dem Unfallhergang vereinbar waren und der zweite Anstoß technisch nicht plausibel erschien.
Weitere Indizien waren das hochwertige Fahrzeug, der späte Unfalltag und -ort ohne Zeugen sowie die fehlende Ortsbesichtigung des Gutachters, da die genauen Anstoßstellen nicht mehr ermittelbar waren.
Der Sachverständige nutzte Bilddaten und frühere Messungen, um den Unfallhergang so weit wie möglich zu plausibilisieren.
Die Gesamtschau aller Indizien ließ für das Gericht den Schluss auf eine Unfallmanipulation zu.


Kfz-Kaskoversicherung: Leistungsfreiheit bei Unfallmanipulation
Eine Kfz-Kaskoversicherung ist für viele Autofahrer eine wichtige Absicherung, um im Falle eines Unfalls die Reparaturkosten erstattet zu bekommen. Doch was passiert, wenn der Versicherungsnehmer den Unfall womöglich selbst herbeigeführt hat? In solchen Fällen kann der Versicherer von seiner Leistungspflicht befreit sein. Um eine Unfallmanipulation zweifelsfrei nachzuweisen, müssen Gerichte hohe Anforderungen erfüllt sehen. Neben dem Vorliegen eindeutiger Beweise spielt auch die Gesamtschau aller Umstände eine entscheidende Rolle.

In einem konkreten Fall, den wir Ihnen im Folgenden vorstellen werden, hatte das Oberlandesgericht Hamm darüber zu entscheiden, ob der Kläger seinen Versicherungsfall vorsätzlich herbeigeführt hatte und daher kein Anspruch auf Kost[…]


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