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Feststellung eines Unfalls als Arbeitsunfall – Voraussetzungen

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Eifersuchtsattacke am Arbeitsplatz: Arbeitsunfall oder nicht?
Arbeitsunfälle sind Ereignisse, die im engen Zusammenhang mit einer versicherten Tätigkeit stehen und einen Gesundheitsschaden zur Folge haben. Innerhalb des Sozialrechts ist die Anerkennung und Feststellung eines Unfalls als Arbeitsunfall oft eine komplexe und herausfordernde Angelegenheit, da verschiedene Aspekte zu berücksichtigen sind. Hierzu gehören die Art der Tätigkeit, der Ort des Unfalls, die Umstände des Unfalls und private Motive, die möglicherweise eine Rolle spielen. Es muss ein „innerer“ oder sachlicher Zusammenhang zwischen der Tätigkeit und dem Geschehen bestehen.

Insbesondere bei tätlichen Angriffen, beispielsweise durch Kollegen aufgrund von Eifersucht, kann die Unterscheidung zwischen privatem Bereich und versicherter Tätigkeit kompliziert sein. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Vorhandensein eines Arztberichts, um den Gesundheitsschaden, der durch den Unfall verursacht wurde, zu dokumentieren. Eine sorgfältige und detaillierte Untersuchung dieser Faktoren ist entscheidend, um festzustellen, ob ein Ereignis als Arbeitsunfall anerkannt und der betroffenen Person ein angemessener Versicherungsschutz gewährt wird.

Weiter zum vorliegenden Urteil Az.: S 5 U 147/20  >>>


✔ Das Wichtigste in Kürze

Das Sozialgericht Würzburg entschied, dass ein Angriff auf einer Mitarbeiterin während ihrer Arbeitspause und auf dem Gelände des Arbeitgebers nicht als Arbeitsunfall eingestuft werden kann, da die Ursache des Angriffs in persönlichen Beziehungen und nicht in ihrer Arbeitsverrichtung lag.

Zentrale Punkte aus dem Urteil:

Grundsätzlich ist ein Unfall ein Arbeitsunfall, wenn er innerhalb des räumlichen, zeitlichen und sachlichen Zusammenhangs mit der versicherten Tätigkeit passiert.
Wenn der Angriff aus persönlichen Gründen auftritt, die nichts mit der Arbeit zu tun haben, besteht kein innerer Zusammenhang mit der versicherten Tätigkeit.
Bei der Feststellung, ob ein Arbeitsunfall vorliegt, ist der Beweggrund des Angreifers entscheidend.
Im vorliegenden Fall waren die Angreifer aus persönlichen Gründen unabhängig vom Arbeitskontext motiviert. Das persönliche Motiv überwiegt und macht die Verbindung zur versicherten Tätigkeit […]


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