Skip to content
Menu

Datenbank Urteile & Beiträge
Rechtsanwälte Kotz GbR

WEG – Verwalter darf keine Ratenzahlungsvereinbarung abschließen

Ganzen Artikel lesen auf: Meinmietrecht.de

Gerichtsurteil: Ratenzahlung und Sonderumlage – Klärung im Wohnungseigentumsrecht
Im Bereich des WEG-Rechts treten häufig Fragen und Unklarheiten bezüglich der finanziellen Verpflichtungen der Wohnungseigentümer auf. Ein zentrales Thema dabei ist die Sonderumlage, die von der Wohnungseigentümergemeinschaft beschlossen werden kann, um außerplanmäßige Ausgaben zu decken. Doch was passiert, wenn ein Eigentümer nicht in der Lage ist, seinen Beitrag in einer Summe zu leisten? Kann die Hausverwaltung in solchen Fällen eine Ratenzahlungsvereinbarung treffen? Und welche Rolle spielen dabei die Jahresabrechnung und eventuelle Inkassokosten? Diese und ähnliche Fragen sind Gegenstand zahlreicher Klagen und erfordern eine sorgfältige juristische Betrachtung, insbesondere wenn es um die Rechte und Pflichten der beteiligten Parteien geht. Das Mahnverfahren und die damit verbundenen Kosten sind ebenfalls Aspekte, die in diesem Kontext Beachtung finden sollten.

Weiter zum vorliegenden Urteil Az.: 427 C 231/22  >>>


✔ Das Wichtigste in Kürze

Der Verwalter einer Wohnungseigentümergemeinschaft hat keine Befugnis, Ratenzahlungsvereinbarungen abzuschließen, ohne einen entsprechenden Beschluss der Gemeinschaft. Selbst wenn solch eine Vereinbarung getroffen wurde, ist sie nicht wirksam.

Die zentralen Punkte aus dem Urteil:

Wohnungseigentümergemeinschaft verklagt einen Wohnungseigentümer wegen ausstehender Zahlungen.
Es wurde eine Sonderumlage für das Jahr 2021 in Höhe von 22.000,00 EUR beschlossen.
Der Beklagte hat die geforderte Sonderumlage und die monatlichen Hausgelder für mehrere Monate nicht gezahlt.
Der Beklagte behauptet, eine Ratenzahlungsvereinbarung über monatlich 100,00 EUR getroffen zu haben.
Das Gericht stellt fest, dass solch eine Vereinbarung, selbst wenn sie getroffen wurde, nicht wirksam ist, da der Verwalter nicht dazu befugt war.
Eine Aufrechnung mit Guthaben aus der Jahresabrechnung 2020 ist nicht zulässig, da diese noch nicht Gegenstand einer Beschlussfassung war.
Die Klägerin hat keinen Anspruch auf Erstattung der geltend gemachten Inkassokosten.
Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar gege[…]


Können wir Ihnen helfen? Kontaktieren Sie uns!

Stellen Sie hier Ihre Anfrage oder rufen Sie uns an: 02732 791079

ANFRAGE FORMULAR (V1)

Art der Anfrage

Bitte wählen Sie zunächst die Art Ihrer Anfrage, damit wir Ihnen so schnell und kompetent wie möglich weiterhelfen können.
(*) Bitte beachten, dass eine Beratung und eine qualifizierte Rechtsauskunft leider nur kostenpflichtig erfolgen kann. Wir informieren Sie vorab über anfallende Kosten, selbstverständlich können Sie das Angebot vor einer Beratung kostenfrei zurückweisen.
Wird gesendet

Ebenfalls interessante Urteile und Beiträge

Rechtsgebiete

Monatsarchiv