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Verkehrsunfall – Verweisung auf eine Versandapotheke zur Beschaffung von Heil- und Hilfsmitteln

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Versandapotheke vs. Präsenzapotheke: Ein Urteil beleuchtet die Schadensminderungspflicht im Kontext von Verkehrsunfällen und Medizinrecht
Im Kern des Urteils des LG München I (Az.: 26 O 18070/20) steht die Frage, ob ein Unfallopfer im Rahmen seiner Schadensminderungspflicht dazu verpflichtet ist, Heil- und Hilfsmittel von einer Online-Versandapotheke zu beziehen, statt diese in einer Präsenzapotheke zu erwerben. Die Klägerin, eine gesetzliche Unfallversicherungsträgerin, fordert von der Beklagten, einer Haftpflichtversicherung, die Erstattung von 2/3 der Kosten für ihren Versicherungsnehmer. Diese Kosten sind infolge eines Verkehrsunfalls entstanden, der im Jahr 1990 von der Versicherungsnehmerin der Beklagten verursacht wurde.

Weiter zum vorliegenden Urteil Az.: 26 O 18070/20  >>>

Die Haftungsquote und die strittigen Punkte
Ein Unfallopfer steht vor der Wahl: Versandapotheke oder Präsenzapotheke? Ein Urteil klärt, ob die Wahl der Apotheke die Schadensminderungspflicht beeinflusst. (Symbolfoto:  /Shutterstock.com)

Die beiden Parteien haben bereits eine Regulierungsvereinbarung aus dem Jahr 2004, nach der die Beklagte die Aufwendungen der Klägerin mit einer Haftungsquote von 2/3 reguliert. Im aktuellen Verfahren geht es um strittige Beträge in Höhe von insgesamt 5.619,21 €, die unter anderem für Kleidermehrverschleiß und Heilbehandlungen anfallen. Ein zentraler Streitpunkt ist die Frage, ob der Geschädigte sich auf eine Online-Versandapotheke verweisen lassen muss, um die Kosten zu minimieren.
Die Sicht der Klägerin
Die Klägerin argumentiert, dass ihr Versicherungsnehmer aufgrund einer chronischen Erkrankung besondere medizinische Bedürfnisse hat. Sie ist der Ansicht, dass die Kosten für Medikamente, Heil- und Hilfsmittel in voller Höhe erstattet werden sollten, da diese marktangemessen seien. Zudem betont die Klägerin, dass gerade in Zeiten der Coronakrise die Versorgung durch Präsenzapotheken für schutzbedürftige Personen unerlässlich sei.
Die Sicht der Beklagten
Die Beklagte hält dagegen, dass die Produkte auch in einer Versandapotheke erhältlich wären, und zwar zu mindestens 50 % […]


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