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Verkehrsunfall – Haftung für rein psychische Schäden

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Haftpflicht und Schmerzensgeld: Ein erhellender Einblick in den Fall der psychischen Traumafolgestörung durch einen Unfall
Im vorliegenden Fall hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass die Beklagte – eine Versicherungsgesellschaft – für die psychischen Folgen, die der Kläger aufgrund eines Unfalls erlitten hat, haftet. Dies beruht auf der Anerkennung der Haftpflicht des Unfallverursachers für psychisch vermittelte Gesundheitsstörungen durch den Gerichtshof, insbesondere wenn der Geschädigte direkt am Unfall beteiligt war und die psychischen Auswirkungen des Unfalls nicht bewältigen konnte. Der Kläger war unmittelbar an dem Unfall beteiligt, da das bei der Beklagten versicherte Motorrad in sein Fahrzeug fuhr.

Weiter zum vorliegenden Urteil Az.: 22 U 128/19 >>>

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Diagnose der psychischen Schäden und Behandlungsbedarf
Das Landgericht stellte zutreffend fest, dass der Kläger infolge des Unfalls unter einer Traumafolgestörung mit erheblichen Symptomen einer posttraumatischen Belastungsstörung sowie Anzeichen einer leichten depressiven Episode leidet. Der Kläger benötigt nach Aussage eines Sachverständigen weiterhin eine psychotherapeutische Behandlung mit einem traumatherapeutischen Schwerpunkt, und zwar zunächst für einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren.
Grundlegende Prinzipien bei der Bemessung des Schmerzensgeldes
Der Bundesgerichtshof hat grundlegende Prinzipien für die Bemessung des angemessenen Schmerzensgeldes festgelegt. Diese beziehen sich auf die Größe, Intensität und Dauer der Schmerzen, Leiden und Entstellungen. Insbesondere Art der Verletzungen, Anzahl der Operationen, Dauer der stationären und ambulanten Behandlung, Dauer der Arbeitsunfähigkeit und das Ausmaß des Dauerschadens werden bei der Bemessung des Schmerzensgeldes berücksichtigt. Im vorliegenden Fall betont der Senat, dass es ihm nicht um Scheingenauigkeit, sondern um eine Plausibilitätskontrolle zur Berücksichtigung der die Betroffenen besonders belastenden Dauerschäden geht.
Das Maß für die körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Auswirkungen
In Bezug auf die Bemessung des Schmerzensgeldes bezieht sich der Senat nicht auf die Arbeitsunfähigkeit, sondern auf den Grad der Schädigungsfolgen (GdS). Dieser ist ein Maß für die körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Auswirkungen einer Gesundheitsschädigung und drückt genau die Lebensbeeinträchtigungen aus, die für die Bemessung des Schmerzensgeldes relevant sind.
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