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Upskirting und Downblousing – Strafrechtstatbestand § 184k StGB

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Jedem Menschen steht es frei, sich nach den eigenen Bedürfnissen und Wünschen zu kleiden. Die Bekleidung an sich darf zwar nicht das öffentliche Ärgernis erregen, allerdings schreibt der Gesetzgeber noch keinem Bürger eine Kleiderordnung vor. Wenn sich eine Frau in einem Rock wohlfühlt, so möge sie ihn tragen. Viele Männer werden sich noch an ihre Tage als Jungs erinnern, wo heimlich ein Blick unter den Rock einer Frau geworfen wurde. Was seinerzeit lediglich peinliche Momente hervorrief, kann heutzutage ernsthafte rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, denn der Gesetzgeber hat mit dem § 184k Strafgesetzbuch (StGB) den Tatbestand des Upskirtings sowie des Downblousings unter Strafe gestellt. Dies ist von besonderer Bedeutung für die Gesellschaft, da auf diese Weise das allgemeine Persönlichkeitsrecht der Frau gestärkt werden soll.

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Definitionen und Begriffserklärungen
Upskirting und Downblousing sind seit Januar 2021 gemäß § 184k StGB strafbar, da sie die Persönlichkeitsrechte und Würde der Opfer verletzen. (Symbolfoto: Andrey_Popov/Shutterstock.com)

Bei den Begriffen „Upskirting“ und „Downblousing“ handelt es sich um Bezeichnungen, die aus dem englischen Sprachgebrauch in den deutschen Sprachgebrauch übernommen worden sind. Darunter wird das vorsätzliche unbefugte Erstellen von Bild- oder Videoaufnahmen der weiblichen Genitalien respektive dem Gesäß oder der weiblichen Brust verstanden. Es ist dabei unerheblich, ob die Körperteile der Frau dabei durch Kleidung bedeckt ist oder nicht. Auch die Erstellung von Bild- oder Videoaufnahmen von Unterwäsche, welche die weiblichen Genitalien verdeckt, fällt unter diesen Tatbestand. Der Unterschied zwischen dem Upskirting und dem Downblousing liegt in dem Umstand, dass bei dem Downlbousing der Fokus der Bild- / Videoaufnahmen auf den weiblichen Ausschnitt gelegt wird. Die Ausführung erfolgt ohne Kenntnis des Opfers.
Gesetzliche Regelungen in Deutschland: § 184k StGB
Bislang kannte das deutsche Strafrecht diese beiden Anglizismen als Straftatbestand nicht. Mit dem Januar 2021 hat sich dieser Umstand jedoch geändert, da der § 184k StGB in Kraft getreten ist. Bis zu diesem Zeitpunkt waren heimliche Spannerfotos zwar moralisch verpönt, jedoch nicht strafrechtlich relevant. Du[…]


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