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Rechtsanwälte Kotz GbR

Grundstücksbesitzerhaftung –  Vorkehrungen gegen Gebäudeeinsturz oder gegen Teileablösung

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Der Fall der Betonabdeckplatte: Verletzungsrisiko und Verkehrssicherungspflicht aus juristischer Perspektive
Im vorliegenden Rechtsfall geht es um eine tragische Körperverletzung, bei der eine Person beim Ausüben von Klimmzügen an einer Betonabdeckplatte verletzt wurde. Diese Platte löste sich von ihrem Sitz und fiel auf den Kläger. Der Schwerpunkt des Falles liegt auf der Frage der Verkehrssicherungspflicht des Gebäudeeigentümers und der Verantwortung des Geschädigten für sein eigenes Verhalten.

Weiter zum vorliegenden Urteil Az.: 2 O 548/13 >>>

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Der Ursprung der Verletzung: Eine Frage der Verantwortung
Das Gericht hat festgestellt, dass der Kläger nicht nur die Betonabdeckplatte berührt, sondern sich daran gehängt und Klimmzüge durchgeführt hat. Diese Handlung löste eine Hebelwirkung aus und übte zusätzliche horizontale und seitliche Kräfte auf die Platte aus, die dazu führte, dass sie von ihrem Sitz verschoben wurde. Die Platte wurde im Mai 2009 fachgerecht durch die Firma V verlegt und es gab keine Hinweise auf eine fehlerhafte Installation oder Unterhaltung.
Die Beweislast und ihre Bedeutung
Die Beweislast für die fehlerhafte Errichtung oder Unterhaltung und deren Ursächlichkeit für den Verletzungserfolg liegt bei dem Geschädigten. In diesem Fall konnte der Kläger nicht nachweisen, dass die Platte mangelhaft installiert oder gewartet wurde. Darüber hinaus ergab eine Prüfung der Ermittlungsakte und der Bilder der heruntergefallenen Platte keine Hinweise auf eine unzureichende Verlegung der Platte.
Die Verkehrssicherungspflicht: Ein Balanceakt zwischen Recht und Verantwortung
Im Zentrum des Falles steht die allgemeine Verkehrssicherungspflicht, die Dritte gegen naheliegende Gefahren schützt. Doch die Verkehrssicherungspflicht hat ihre Grenzen. Für Gefahren, in die sich der Geschädigte selbst begibt und mit denen der Gebäudesicherungspflichtige nicht rechnen muss, ist der Gebäudebesitzer nicht verantwortlich. In diesem Fall hat der Kläger durch sein selbstgefährdendes Verhalten eine Situation geschaffen, die der Gebäudebesitzer nicht vorhersehen konnte und daher keine Vorkehrungen treffen musste.
Das endgültige Urteil: Keine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht
Das Gericht kam zu dem Schluss, dass der Beklagte keine allgemeine Verkehrssicherungspflicht verletzt und dadurch die Körperverletzung des Klägers verursacht hat. Der Kläger hätte die Gefahr, die sich dann realisiert hat, selb[…]


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