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Rechtsanwälte Kotz GbR

Verkehrsunfall Kollision mit wendendem Fahrzeug

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Aufprall beim Verkehrsunfall: Einbeziehung der Beweislast und Mithaftung
Im juristischen Gefecht rund um die Thematik von Verkehrsunfällen und Schadensersatzansprüchen können Details entscheidend sein. Im Kern dreht sich der hier vorgestellte Fall um eine Kollision zwischen zwei Fahrzeugen und die sich daraus ergebenden Haftungsfragen. Ein Fahrzeugführer wendet an einer komplexen Stelle und stößt dabei mit einem anderen Fahrzeug zusammen. Wer trägt nun die Schuld an dieser Situation und welchen Einfluss hat die Fahrweise beider Beteiligten auf das endgültige Urteil?

Weiter zum vorliegenden Urteil Az.: 10 U 1690/20 >>>

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Die Beweiswürdigung und die Wendemanöver
Ein zentrales Element des Urteils ist die Bewertung des Wendemanövers. Das Gericht hat berücksichtigt, dass das Wenden an der besagten Stelle aufgrund des engen Wendekreises und des Vorhandenseins einer Leitplanke nicht trivial war. Somit hätteder andere Fahrer gemäß § 1 StVO stets damit rechnen müssen, dass der Wendende dieses Manöver eventuell nicht in einem Zug schaffen könnte.
Mithaftung: Der Einfluss der Fahrweise
Die Gerichtsentscheidung erwägt auch eine Mithaftung des Klägers. Dieser hätte den Unfall durch eine angepasste Fahrweise möglicherweise verhindern können. Entscheidend ist hier der Zeitpunkt der an den Kläger gerichteten Reaktionsaufforderung. Der Senat sieht diesen Zeitpunkt aufgrund der gegebenen Umstände bereits früher angesetzt als das Erstgericht.
Verantwortung für den Aufhebungsvertrag
Eine weitere bedeutsame Problematik des Falls ist ein Aufhebungsvertrag zwischen dem Kläger und einem Zeugen. Die Beklagtenseite konnte nicht beweisen, dass dieser Vertrag nicht aufgrund von unfallbedingten Verletzungen und temporärer Arbeitsunfähigkeit des Klägers abgeschlossen wurde, sondern aufgrund einer eigenverantwortlichen Entscheidung, die unabhängig vom Unfall getroffen wurde.
Schmerzensgeld: Bemessung und Umstände
Schließlich wurde im Urteil ein Schmerzensgeldanspruch des Klägers in Höhe von 800,- € als angemessen erachtet. Dabei hat das Erstgericht sämtliche relevanten Umstände berücksichtigt. Insbesondere wurde in die Bewertung einbezogen, dass der Kläger nach dem Unfall sechs Wochen krankgeschrieben war und mehrere Wochen einen Gilchristverband tragen musste.

Die Auseinandersetzung um Schuldfragen und Schadensersatz nach Verkehrsunfällen ist häufig komplex und erfordert eine sorgfältige Analyse der einzelnen […]


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