Skip to content
Menu

Datenbank Urteile & Beiträge
Rechtsanwälte Kotz GbR

Maklerhaftung bei Verstoß gegen Aufklärungs- und Beratungspflichten – Mitverschulden Kunde

Ganzen Artikel lesen auf: RA-Kotz.de

In dem vorliegenden Urteil ging es um die Frage der Maklerhaftung bei einem Verstoß gegen Aufklärungs- und Beratungspflichten sowie um das Mitverschulden des Kunden. Die Beklagte hatte ein Haus erworben, das sie über die Klägerin, eine Maklerin, gefunden hatte. Nach dem Kauf stellte sich heraus, dass das Haus Mängel aufwies, die der Beklagten nicht mitgeteilt worden waren. Die Beklagte forderte daraufhin Schadensersatz und behauptete, dass der Wert des Hauses aufgrund der Mängel deutlich gemindert sei. Die Klägerin hingegen argumentierte, dass sie ihre Aufklärungs- und Beratungspflichten erfüllt habe und dass die Beklagte das Angebot zum Vertragsabschluss angenommen habe.

Weiter zum vorliegenden Urteil Az.: I-18 U 18/19 >>>

[toc]
Klägerin hat ihre Leistung erbracht
Das Gericht entschied, dass die Klägerin ihre geschuldete Leistung erbracht hatte. Der beabsichtigte Vertrag mit der Eigentümerin des Hauses war zustande gekommen, und die Tätigkeit der Klägerin war dafür kausal. Die Klägerin hatte der Beklagten das Objekt nachgewiesen, und die Maklerin durfte grundsätzlich Informationen, die sie vom Veräußerer erhalten hatte, ungeprüft weitergeben. Allerdings war die Klägerin dazu verpflichtet, die Informationen mit der erforderlichen Sorgfalt einzuholen und zu überprüfen.
Fehlende Aufklärung über die Nutzbarkeit des Objekts
Ein zentraler Streitpunkt war die Nutzbarkeit des Erdgeschosses, das nur gewerblich genutzt werden durfte. Die Beklagte behauptete, dass ihr dies nicht ausreichend mitgeteilt worden sei und dass dadurch ein Minderwert des Hauses entstanden sei. Das Gericht stellte fest, dass die Klägerin die Aussage „5 Wohneinheiten“ verwendet hatte, was nach dem Verständnis eines durchschnittlichen Bürgers bedeutet, dass es sich um fünf Wohnungen handelt. Die Klägerin hätte jedoch darauf hinweisen müssen, dass eine baurechtliche Genehmigung für die Nutzungsänderung von Gewerbe zu Wohnraum erforderlich war.
Mitverschulden des Kunden
Das Gericht berücksichtigte auch das Mitverschulden der Beklagten. Ihr Ehemann, ein Zeuge in dem Verfahren, hatte Bedenken hinsichtlich der Abgeschlossenheit der Wohnungen geäußert. Diese Bedenken wurden jedoch von der Eigentümerin und einem weiteren Zeugen nicht bestätigt. Zudem stellte sich heraus, dass die Frage des Ehemanns an die Eigentümerin, ob es „in Ordnung“ sei, dass sie im Erdgeschoss wohne, nicht ausreichend war, um sich der Richtigkeit dieser Information zu versichern. Die […]


Können wir Ihnen helfen? Kontaktieren Sie uns!

Stellen Sie hier Ihre Anfrage oder rufen Sie uns an: 02732 791079

ANFRAGE FORMULAR (V1)

Art der Anfrage

Bitte wählen Sie zunächst die Art Ihrer Anfrage, damit wir Ihnen so schnell und kompetent wie möglich weiterhelfen können.
(*) Bitte beachten, dass eine Beratung und eine qualifizierte Rechtsauskunft leider nur kostenpflichtig erfolgen kann. Wir informieren Sie vorab über anfallende Kosten, selbstverständlich können Sie das Angebot vor einer Beratung kostenfrei zurückweisen.
Wird gesendet

Ebenfalls interessante Urteile und Beiträge

Rechtsgebiete

Monatsarchiv