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Hundebisse – Schmerzensgeldanspruch für verletztes Kind

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Hundebiss: Schmerzensgeldanspruch und zukünftige Schadensersatzpflichten
In einem bemerkenswerten Urteil des Landgerichts Bochum (Az.: 1 O 453/19) wurde entschieden, dass eine junge Klägerin, die von einem Hund gebissen wurde, einen Anspruch auf Schmerzensgeld hat und die Beklagten als Gesamtschuldner auch für zukünftige Schäden aufkommen müssen.

Die Klägerin, ein Kind, wurde von einem freilaufenden Hund angegriffen und mehrfach gebissen, woraus erhebliche Verletzungen resultierten. Die Eigentümer des Hundes wurden verurteilt, an das Mädchen ein Schmerzensgeld von 6.500 Euro zu zahlen.

Weiter zum vorliegenden Urteil Az.: 1 O 453/1 >>>

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Die Attacke und ihre Konsequenzen
Bei dem Angriff war der Hund nicht angeleint und sprang das Kind von hinten an, wobei er sie mehrfach im Bereich des Nackens, der Schultern und der Oberarme biss. Durch den Angriff erlitt das Kind sowohl physische als auch psychische Schäden. Die Beklagten bestreiten jedoch die behaupteten psychischen Folgen des Angriffs.
Die juristische Bewertung des Vorfalls
Das Gericht stellte fest, dass der Beklagte 2 als Tierhalter nach § 833 BGB für den durch seinen Hund verursachten Schaden haftet. Der Beklagte 1 wurde wegen der fahrlässigen Verletzung einer Verkehrssicherungspflicht nach § 823 Abs.1 BGB zur Verantwortung gezogen. Er hätte den Hund anleinen und so dafür sorgen müssen, dass keine Gefahr für Dritte entsteht.
Die Bemessung des Schmerzensgeldes
Bei der Bemessung des Schmerzensgeldes wurde berücksichtigt, dass die Lebensbeeinträchtigung des Mädchens sowohl durch den physischen Schaden als auch durch die psychischen Folgen verursacht wurde. Sie entwickelte ein Vermeidungsverhalten gegenüber großen Hunden, das weit über einen gesunden Respekt hinausging. Aufgrund dieser Folgen, die nun bereits zwei Jahre andauern, und der Notwendigkeit weiterer psychotherapeutischer Behandlungen, wurde ein Schmerzensgeld von insgesamt 8.000 Euro für angemessen gehalten.
Die zukünftige Haftung der Beklagten
Das Gericht stellte zudem fest, dass die Beklagten als Gesamtschuldner verpflichtet sind, sämtliche weiteren zukünftigen materiellen und immateriellen Schäden zu ersetzen, sofern sie nicht auf Sozialversicherungsträger oder sonstige Dritte übergegangen sind. Dies ist wichtig, da die Möglichkeit besteht, dass die empfohlene Therapie nicht zu dem erwarteten Erfolg führt und das Mädchen dauerhaft unter Einschränkungen leiden w[…]


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