Skip to content
Menu

Datenbank Urteile & Beiträge
Rechtsanwälte Kotz GbR

Anzeige der Arbeitsunfähigkeit gegenüber Arbeitgeber nicht fristgerecht getätigt

Ganzen Artikel lesen auf: Arbeitsrechtsiegen.de

Entscheidungsanalyse: Rechtmäßigkeit der Kündigung in Frage gestellt
Eine kürzlich veröffentlichte Gerichtsentscheidung hat erneut die Wichtigkeit einer sorgfältigen Dokumentation von Abmahnungen im Arbeitsverhältnis unterstrichen. Im Mittelpunkt des Falles stand ein Arbeitnehmer, der behauptete, er habe seine Arbeitsunfähigkeit dem Arbeitgeber rechtzeitig angezeigt und war daraufhin entlassen worden. Der Arbeitgeber widersprach, behauptete jedoch, er habe den Arbeitnehmer bereits zuvor wegen ähnlicher Pflichtverletzungen abgemahnt.

Weiter zum vorliegenden Urteil Az.: 1 Ca 231/20 >>>

[toc]
Hintergrund des Streits
Der Kläger behauptete, er habe sich am 31.12.2019 bei der Zubereitung von Essen mit einem Messer verletzt und sei daraufhin arbeitsunfähig gewesen. Er behauptete, er habe seine Arbeitsunfähigkeit am 02.01.2020 telefonisch gemeldet. Die Beklagten entgegneten jedoch, der Kläger habe sie weder über seine Abwesenheit an bestimmten Tagen, noch über seine Erkrankung rechtzeitig informiert.
Die Rolle der Abmahnungen
Die Beklagten behaupteten weiter, sie hätten den Kläger bereits mehrfach abgemahnt, weil er sie über seine Abwesenheiten nicht informiert habe. Dies sei ein Verstoß gegen § 10 des Arbeitsvertrages. Das Gericht stellte jedoch klar, dass die Beklagten die Pflicht hatten, Beweise für die vorausgegangenen Abmahnungen vorzulegen.
Fehlende Beweise und Urteilsfindung
Das Gericht konnte nicht feststellen, ob der Kläger seine Pflichten verletzt hatte, da die Beklagten keine ausreichenden Beweise für die angeblichen Abmahnungen vorlegen konnten. Daher hat das Gericht entschieden, dass die Kündigung des Arbeitsverhältnisses nicht rechtmäßig war und der Kläger einen Anspruch auf Weiterbeschäftigung hat.
Zahlungsansprüche des Klägers
Zusätzlich zum Recht auf Weiterbeschäftigung stellte das Gericht fest, dass der Kläger auch Anspruch auf bestimmte Zahlungen hatte. Allerdings hat das Gericht betont, dass der Kläger keine Verzinsung für den Teil der Lohnforderung fordern kann, der an die Krankenkasse oder die Arbeitsagentur übergegangen ist.

Diese Entscheidung betont erneut, wie wichtig es ist, als Arbeitgeber alle relevanten Dokumente und Beweise sorgfältig aufzubewahren. Gleichzeitig erinnert es Arbeitnehmer daran, dass sie berechtigt sind, ihre Rechte im F[…]


Können wir Ihnen helfen? Kontaktieren Sie uns!

Stellen Sie hier Ihre Anfrage oder rufen Sie uns an: 02732 791079

ANFRAGE FORMULAR (V1)

Art der Anfrage

Bitte wählen Sie zunächst die Art Ihrer Anfrage, damit wir Ihnen so schnell und kompetent wie möglich weiterhelfen können.
(*) Bitte beachten, dass eine Beratung und eine qualifizierte Rechtsauskunft leider nur kostenpflichtig erfolgen kann. Wir informieren Sie vorab über anfallende Kosten, selbstverständlich können Sie das Angebot vor einer Beratung kostenfrei zurückweisen.
Wird gesendet

Ebenfalls interessante Urteile und Beiträge

Rechtsgebiete

Monatsarchiv