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Rechtsanwälte Kotz GbR

Bandscheibenendoprothese – Schadensersatz und Schmerzensgeld aus ärztlicher Heilbehandlung

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Auseinandersetzung über Art des eingesetzten Implantats und Informationsmängel
Der Fall handelt von einer Klägerin, die nach der Einsetzung einer Bandscheibenendoprothese umfangreiche Ansprüche auf Schadensersatz und Schmerzensgeld gegen die behandelnde Klinik geltend macht. Grundlegend im Fokus des Streits steht die Frage, ob es bei der Behandlung und Aufklärung der Patientin zu medizinischen und rechtlichen Fehlern gekommen ist, die die Gesundheit der Klägerin beeinträchtigt haben und folglich zu Entschädigungen berechtigen.

Weiter zum vorliegenden Urteil Az.: 5 O 1507/18 >>>

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Die Argumentation der Klägerin und der Beklagten im Detail
In der Klage der Patientin wird insbesondere kritisiert, dass das bei ihr verwendete Implantat nicht dasjenige war, das ihr in einer Broschüre vorgestellt wurde. Die beklagte Klinik argumentiert jedoch, dass keinesfalls ein konkretes Implantat versprochen wurde, sondern lediglich dessen grundsätzliche Funktionsweise erläutert wurde. Darüber hinaus bestand laut Beklagtem zum Zeitpunkt der Operation keine Kenntnis von Problemen mitdem tatsächlich verwendeten Implantat. Das Gericht bestätigte allerdings, dass die Zustimmung der Klägerin zur Operation aufgrund ungenügender Aufklärung rechtlich unverbindlich war.
Bewertung des Gerichts: Kein Nachweis für Behandlungsfehler
Trotzdem entschied das Gericht, dass die Klägerin den Nachweis eines Behandlungsfehlers, der zu einer Gesundheitsbeeinträchtigung ihrerseits geführt hat, nicht erbringen konnte. Dieser Beweis obliegt grundsätzlich dem Patienten. Das Gericht ging auch auf das Konzept des „Neulandverfahrens“ ein, bei dem der medizinische und rechtliche Sorgfaltsmaßstab deckungsgleich sind und der medizinische Standard die jeweiligen naturwissenschaftlichen Erkenntnisse und ärztlichen Erfahrungen repräsentiert. In diesem Kontext wurde auch auf die Notwendigkeit einer hypothetischen Einwilligung des Patienten eingegangen.
Die Rolle des Sachverständigen und die Entscheidung des Gerichts
Die Klägerin beklagte andauernde Schmerzen und weitere gesundheitliche Beeinträchtigungen, die sie als Folgen des Eingriffs ansah. Der zugezogene Sachverständige sah jedoch keine kausalen Zusammenhänge zwischen den andauernden Beschwerden und dem operativen Eingriff[…]


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