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Vollkaskoversicherung – Fahrzeug durch Freund gestohlen

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Ein Versteckspiel mit der Kfz-Versicherung: Wie ein gestohlener Seat Ibiza zur Gerichtsverhandlung führte
Inmitten der winterlichen Kälte des Dezembers 2020 sorgte ein vermeintlich normaler Versicherungsfall für aufgeheizte Gemüter in einem Gerichtssaal in Hannover. Ein gestohlener Seat Ibiza, ein Kfz-Vollkasko-Vertrag und eine hartnäckige Klägerin trafen aufeinander, wodurch ein Fall entstand, der sowohl für die Klägerin als auch die Beklagte schwieriger war, als zunächst erwartet. Das Hauptproblem entstand, als die Versicherung sich weigerte, die Kosten für das gestohlene und später beschädigt wiedergefundene Fahrzeug der Klägerin zu decken.

Direkt zum Urteil Az: 532 C 6234/20 springen.

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Die Kraft des Versicherungsvertrags
Die Klägerin hatte bei der Beklagten eine Vollkaskoversicherung für ihr Fahrzeug, einen Seat Ibiza, abgeschlossen, in die auch der Diebstahlschutz eingeschlossen war. Als das Fahrzeug im Juli 2019 verschwand, wurde es kurze Zeit später in Magdeburg in einem beschädigten Zustand wieder aufgefunden. Ein Gutachten der Versicherung stellte den Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs auf 6.400 € fest, wohingegen der Restwert auf 1.905 € geschätzt wurde.
Ein unauffindbares Fahrzeug und ein offenes Geständnis
Nachdem die Klägerin ihr Fahrzeug nicht mehr auffinden konnte, erstattete sie Anzeige bei der Polizei und meldete den Vorfall ihrer Versicherung. Wenige Monate später, im November 2019, gab ein inhaftierter Zeuge vor der Staatsanwaltschaft Hildesheim zu, das Fahrzeug gestohlen zu haben. Dieses Geständnis wurde handschriftlich auf einem Anhörungsbogen festgehalten.
Unstimmigkeiten führen zum Rechtsstreit
Obwohl die Täterfrage geklärt schien, verweigerte die Versicherung die Zahlung der von der Klägerin geforderten Summe. Die Klägerin verlangte die Kosten für die Wiederbeschaffung und Innenreinigung des Fahrzeugs, abzüglich ihrer Selbstbeteiligung, insgesamt also 4.475 €. Als die Beklagte die Zahlung ablehnte, wurde der Fall vor Gericht gebracht.
Das abschließende Urteil bringt Klarheit
Das Gericht verurteilte schließlich die Beklagte dazu, die geforderten 4.475 € plus Zinsen seit dem 1. Januar 2020 an die Klägerin zu zahlen. Darüber hinaus wurde entschieden, dass die Beklagte die Kosten des Rechtsstreits zu tragen hat. Mit diesem Urteil wurde ein langwieriger Versicherungsstreit schließlich zu einem Abschluss geb[…]


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