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Verkehrsunfall – unterbliebene Zeugenvernehmung mangels ladungsfähiger Anschrift

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Unfall auf der Autobahn: Wer trägt die Schuld?
In einer lebhaften Diskussion vor dem Landgericht Offenburg geht es um die Frage, wer für einen tragischen Unfall auf der Autobahn verantwortlich ist und die Kosten tragen muss. Die Klägerin, eine Haftpflichtversicherung, vertritt den Fahrer eines in Italien zugelassenen Peugeot Boxer. Sie macht Schadensersatzansprüche geltend gegen die Beklagten, den Fahrer eines schweizerischen BMW und dessen Versicherung. Der Unfall ereignete sich auf einer dreispurigen Strecke der Bundesautobahn, bei dem der Peugeot ins Schleudern geriet und ein Insasse tragischerweise an der Unfallstelle verstarb. Das zentrale Streitthema ist dabei, ob der Fahrer des BMWs zu einem Fahrstreifenwechsel nach links angesetzt hat, ohne den Fahrtrichtungsanzeiger zu betätigen, was möglicherweise den Fahrer des Peugeot zu einer riskanten Ausweichaktion gezwungen hat.

Direkt zum Urteil Az: 3 O 272/17 springen.

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Das gefährliche Manöver
Die Klägerin vertritt die Ansicht, dass der Beklagte zu 1 den linken Fahrtrichtungsanzeiger nicht betätigt hat, als er auf den linken Fahrstreifen wechseln wollte. Dies habe den Fahrer des Peugeot dazu veranlasst, nach links auszuweichen, wobei er die Kontrolle über das Fahrzeug verloren hat und ins Schleudern geraten ist. Der Peugeot ist daraufhin mit dem Heck gegen eine Betongleitwand geprallt, wurde abgewiesen und kollidierte mit dem BMW, bevor er über den Standstreifen hinaus die Leitplanke durchbrach. Die Klägerin hält die Beklagten daher für hälftig haftbar.
Gegenanspruch der Beklagten
Die Beklagten lehnen die Ansprüche ab und weisen die Schuld von sich. Sie betonen, dass der Peugeot ins Schleudern geraten ist und daraufhin den Unfall verursacht hat, indem er nach rechts abgewiesen wurde und schließlich mit dem BMW kollidierte.
Das Urteil und seine Folgen
Das Gericht hat jedoch anders entschieden. Die Klage wurde abgewiesen und die Klägerin hat die Kosten des Rechtsstreits zu tragen. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar gegen Sicherheitsleistung. Der Streitwert wurde auf über 19.000 Euro festgesetzt. Dieses Urteil kann weitreichende Auswirkungen auf ähnliche Fälle haben und das Verhalten der Fahrer auf Autobahnen beeinflussen.

Das vorliegende Urteil
LG Offenburg – Az.: 3 O 272/17 – Urteil vom 29.12.2020

1. Die Klage wird abgewiesen.

2. Die Klägerin hat di[…]


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