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Schadensersatz bei versehentlich im Müll entsorgter Zahnprothese

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Eine Zahnprothese landet im Ofen: Schadensersatz oder nicht?
Es gibt Fälle im Leben, die wir uns kaum vorstellen können, bis sie geschehen. Solch ein Ereignis ereignete sich Ende 2019, als die Lebensgefährtin des Sohnes einer erkrankten Frau während eines Krankenbesuchs unwissentlich den etwa zwanzig Jahre alten Zahnersatz der Frau im Ofen verbrannte. Eine kostspielige Angelegenheit, die die Klägerin, die Eigentümerin des Zahnersatzes, dazu veranlasste, Schadensersatz in beträchtlicher Höhe zu fordern. Doch wer ist wirklich schuld an dem Verlust und wer muss letztendlich für den Schaden aufkommen? Diese Frage führte zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung, die durch mehrere Instanzen ging.

Direkt zum Urteil Az: 8 U 1596/20 springen.

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Ein unglücklicher Vorfall
Während eines Besuchs ihres Sohnes und dessen Lebensgefährtin hatte die Klägerin ihren Zahnersatz in ein Papiertuch gewickelt und auf dem Nachttisch abgelegt. Die Beklagte, in dem Glauben, es handle sich lediglich um gebrauchte Tempotaschentücher, warf den Inhalt in den Ofen. Ein Missgeschick, das sich später als teurer Fehler herausstellen sollte.
Die Forderung: Schadensersatz für verbrannte Prothese
Im Nachgang zu diesem unglücklichen Vorfall forderte die Klägerin Schadensersatz in Höhe von mehr als zehntausend Euro. Sie argumentierte, dass die Beklagte für die Zerstörung ihres Zahnersatzes verantwortlich sei und daher die Kosten für einen Ersatz übernehmen müsse.
Der erste Gang vor Gericht
Die Klage wurde zunächst vor dem Landgericht Trier verhandelt. Nach Anhörung beider Parteien entschied die Einzelrichterin, die Klage abzuweisen. Doch die Klägerin ließ sich nicht so einfach entmutigen und legte gegen das Urteil Berufung ein.
Berufung vor dem Oberlandesgericht Koblenz
Die Klägerin wandte sich nun an das OLG Koblenz mit der Hoffnung, dort Gerechtigkeit zu finden. Sie verlangte die Änderung des Urteils des Landgerichts Trier und bestand weiterhin auf ihren Schadensersatzansprüchen.
Das vorläufige Ergebnis
Der Senat des OLG Koblenz beabsichtigt nach vorläufiger Beratung, die Berufung der Klägerin gemäß § 522 Abs. 2 Satz 1 ZPO zurückzuweisen. Die endgültige Entscheidung steht allerdings noch aus.

Ein komplizierter Fall, der einmal mehr verdeutlicht, wie wichtig es ist, sorgfältig und bedacht mit den Eigentum anderer umzugehen. Ein kleines Missgeschick kann großen Ärger nach sich ziehen und in einer gerichtlichen Auseinande[…]


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