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Verkehrsunfall – Nichtklärbarkeit eines ausreichenden Seitenabstands

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Eine Wendung in Ansbach: Verkehrsunfall-Schadensersatzanspruch wird in der Berufung anerkannt
In einer spannenden Wendung wurde das Urteil des Amtsgerichts Ansbach in der Berufungsinstanz teils abgeändert, teils bestätigt. Im Mittelpunkt der kontroversen Diskussion stand ein Autounfall, bei dem beide Parteien unterschiedliche Versionen der Geschehnisse vorbrachten. Mit dem Schlüsselproblem, dass keine der beiden Seiten den genauen Unfallhergang beweisen konnte, lag die Frage im Raum: Wer ist für den Schaden verantwortlich?

Direkt zum Urteil Az: 1 S 940/20 springen.

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Hauptargumente und Erwartungen der Parteien
Der Kläger argumentierte, dass das erstinstanzliche Urteil abgeändert werden sollte, da der Gutachter keinen eindeutigen Verkehrsverstoß seinerseits feststellen konnte. Daher sei ein Schaden hälftig zwischen den Parteien zu teilen. Die Beklagtenhingegen behaupteten, dass ihre Schilderung des Unfallhergangs als Ausgangspunkt herangezogen werden sollte, da keine physischen Beweise den Vorfall aus der Sicht des Klägers stützten.
Bedeutung der Beweisaufnahme
In einem bemerkenswerten Fortschritt der Angelegenheit erbrachte ein ergänzendes Gutachten des Sachverständigen wichtige Erkenntnisse. Dieses Gutachten konnte keine der beiden Unfallschilderungen verifizieren. Es stellte klar, dass der Unfallhergang unklar und kein Verschuldensvorwurf gegenüber einer Seite gemacht werden konnte. Daher mussten die Betriebsgefahren beider Fahrzeuge gegeneinander abgewogen werden.
Entscheidung des Gerichts und deren Folgen
Infolgedessen wurde die Berufung des Klägers hauptsächlich als begründet angesehen und die Beklagten wurden verpflichtet, an den Kläger 1.094,40 € nebst Zinsen sowie außergerichtliche Anwaltskosten zu zahlen. Die Kosten für das Berufungsverfahren mussten die Beklagten ebenfalls tragen. Die Beträge für vorgerichtliche Rechtsanwaltskosten wurden jedoch etwas reduziert.
Die Quintessenz des Urteils
Dieser Fall hebt die Bedeutung eines ausführlichen Gutachtens hervor, welches letztendlich zu einer gerechten Entscheidung führen kann, trotz anfänglicher Unklarheiten. Es betont zudem das Prinzip der Betriebsgefahr bei Autounfällen – dass der Halter eines Fahrzeugs immer eine gewisse Verantwortung trägt, unabhängig von der Schuldfrage bei einem Unfall.

Das vorliegende Urteil
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