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Rechtsanwälte Kotz GbR

Technische Instandsetzungsarbeiten an Yacht – Haftungsverteilung bei Sinken der Yacht

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Ein Debakel auf See: Haftungsfrage nach dem Untergang einer Yacht
Es ist ein Alptraum für jeden Bootsbesitzer: Ihre kostbare Yacht sinkt. Dies war der tragische Ausgang einer Geschichte, die ihre Wurzeln in einem Instandsetzungsfall hat und letztendlich ein komplexes juristisches Rätsel in Bezug auf die Haftungsverteilung aufwirft. Im Herzen des Problems steht die Frage, ob der Dienstleister, der für die Instandsetzungsarbeiten an der Yacht verantwortlich war, die mangelhaft ausgeführt wurden, die volle Verantwortung für den daraus resultierenden Schaden trägt.

Direkt zum Urteil Az: 6 U 1094/20 springen.

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Wer zahlt die Zeche?
Der Kläger verlangte Schadensersatz von dem Beklagten, der seiner Meinung nach die Instandsetzungsarbeiten an seiner Yacht mangelhaft ausgeführt hatte. Dies, so argumentierte er, habe zur Folge gehabt, dass das Boot schließlich gesunken sei. Darüber hinaus warf er dem Beklagten vor, er hätte ihn über potenzielle Probleme informieren müssen, was er jedoch nicht getan habe.

Der Kläger veräußerte das Boot während des anhängigen Rechtsstreits. Seine Forderungen umfassten neben dem eigentlichen Schadensersatz auch Zinsen sowie die Erstattung vorgerichtlicher Anwaltsgebühren.
Der Haken an der Sache
Der Beklagte, auf der anderen Seite, lehnte jede Verantwortung ab und beantragte, die Klage abzuweisen. Dies führte zu einer komplexen juristischen Auseinandersetzung, in der die Beweislast, die Rechtsprinzipien und die Interpretation des Sachverhalts von zentraler Bedeutung waren.

Das Landgericht entschied nach Beweisaufnahme, dass der Beklagte dem Kläger einen bestimmten Betrag sowie Zinsen zu zahlen hat und ihn von vorgerichtlichen Anwaltsgebühren freistellt.
Das Endspiel
Dieses Urteil wurde in der Berufungsinstanz, dem OLG Koblenz, bestätigt. Der Beklagte legte gegen das Urteil Berufung ein, aber das Berufungsgericht wies die Berufung zurück und legte die Kosten des Berufungsverfahrens dem Beklagten auf. Es wurde auch entschieden, dass das ursprüngliche Urteil vorläufig vollstreckbar ist, wobei die Möglichkeit der Sicherheitsleistung berücksichtigt wurde.

Das Urteil wirft ein Licht auf die oft unterschätzten rechtlichen Komplexitäten, die sich aus einfach erscheinenden Instandsetzungsarbeiten ergeben können. Es unterstreicht die Bedeutung einer umsichtigen Vorgehensweise, sowohl bei der Auswahl von Dienstleistern als auch bei der Überwachung der durchgeführten Arbeiten.


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