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Rechtsanwälte Kotz GbR

Fahrerlaubnisentziehung – einmaliger Probierkonsum einer Mikrodosis von 1cP-LSD

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Wiederherstellung der Fahrerlaubnis trotz Drogenkonsums
In einem bemerkenswerten Fall hat das Verwaltungsgericht Hamburg zugunsten eines 33-jährigen Fahrerlaubnisinhabers entschieden, dem die Fahrerlaubnis wegen des einmaligen Konsums einer legalen LSD-Derivat-Droge entzogen wurde. Das Hauptproblem des Falls liegt in der Diskrepanz zwischen dem Gesetz, das Drogenkonsum und das Fahren eines Fahrzeugs strikt trennt, und dem tatsächlichen Verhalten des Antragstellers, der nie unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol ein Fahrzeug geführt hat und auch nie zuvor mit Drogen in Konflikt mit dem Gesetz geraten war.

Direkt zum Urteil Az: 15 E 2295/21 springen.

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Der Antrag und seine Hintergründe
Der Antragsteller hatte eine Mikrodosis des frei erhältlichen LSD-Derivats 1-Cyclopropionyl-LSD (1cP-LSD) konsumiert, das weder unter das Arzneimittelgesetz noch das Betäubungsmittelgesetz fällt. Trotz seiner bisherigen Unbescholtenheit und dem Fakt, dass er die Dosis unter sicheren Bedingungen in seiner Wohnung konsumierte, entzog ihm die Behörde seine Fahrerlaubnis und ordnete deren sofortige Vollziehung an, da von „ungeeigneten Fahrern“ eine erhöhte Gefahr für die Verkehrssicherheit ausgeht.
Die Begründung der Behörde
Die Antragsgegnerin begründete ihre Entscheidung damit, dass der Antragsteller den freiwilligen Konsum von LSD zugegeben hat. Obwohl das konsumierte LSD-Derivat legal ist, behandelte die Antragsgegnerin den Konsum als äquivalent zum Konsum einer „harten“ Droge im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes. Sie argumentierte, dass dieser einmalige Drogenkonsum die Fahreignung des Antragstellers ausschließt, ungeachtet der Tatsache, dass der Drogenkonsum nicht in Verbindung mit dem Führen eines Kraftfahrzeugs stand.
Die Verteidigung des Antragstellers
Der Antragsteller legte gegen den Bescheid Widerspruch ein und argumentierte, dass er weder drogenabhängig ist noch regelmäßig Betäubungsmittel konsumiert. Er betonte, dass er noch nie unter Drogen- oder Alkoholeinfluss ein Fahrzeug geführt hat und auch nicht einschlägig vorbestraft ist. Darüber hinaus stellte er klar, dass es sich bei dem Vorfall um seinen erstmaligen und einmaligen Drogenkonsum handelte und dass das konsumierte LSD-Derivat legal ist.
Das Urteil des Verwaltungsgerichts Hamburg
Das Verwaltungsgericht Hamburg gab dem Antragsteller Recht und stellte die aufschiebende Wirkung seines Widerspruchs wieder her. Die A[…]


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