Skip to content
Menu

Datenbank Urteile & Beiträge
Rechtsanwälte Kotz GbR

Fristlose Kündigung wegen Arbeitsverweigerung vor Gericht geprüft

Ganzen Artikel lesen auf: Arbeitsrechtsiegen.de

Kündigung im Kleinbetrieb: Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und Ansprüche aus Annahmeverzug
Im zugrundeliegenden Fall stritten die Parteien darüber, ob das zwischen ihnen bestehende Arbeitsverhältnis aufgrund einer außerordentlichen, fristlosen Kündigung eines nicht unter das Kündigungsschutzgesetz fallenden Arbeitsverhältnisses beendet wurde, und ob dem Arbeitnehmer Ansprüche auf Annahmeverzugslohn, Abgeltungsansprüche im Zusammenhang mit Überstunden und nicht genommenem Urlaub sowie ein Anspruch auf ein Arbeitszeugnis zustehen.

Der Kläger, ein 1999 geborener Lackierer, war seit Mai 2020 bei der beklagten Firma beschäftigt. Diese stellt einen Kleinbetrieb im Sinne des Kündigungsschutzgesetzes dar. Die Parteien haben eine dreimonatige Probezeit vereinbart. Im Oktober 2020 verließ der Kläger an einem Montag seinen Arbeitsplatz und war an den folgenden zwei Tagen unentschuldigt abwesend. Am Mittwochnachmittag teilte er dem Prokuristen aufgrund einer Erkrankung per WhatsApp seine Arbeitsunfähigkeit mit.

Direkt zum Urteil Az: 3 Sa 161/21 springen.

[toc]
Kündigung wegen unentschuldigter Abwesenheit und Krankmeldung per WhatsApp
Die Beklagte kündigte das Arbeitsverhältnis fristlos, hilfsweise ordentlich zum Monatsende. In den Briefkasten des Klägers wurde die Kündigung am Mittwochnachmittag eingeworfen. Am Tag darauf erhielt die Beklagte eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, die eine Erkrankung vom Dienstag bis zum Samstag bescheinigte. Der Kläger machte geltend, er habe am Montag Urlaub beantragt, um seinen Hund zum Tierarzt zu bringen, was vom Prokuristen abgelehnt worden sei. Die behauptete Absprache, länger zu arbeiten, habe nicht stattgefunden.
Ansprüche des Arbeitnehmers aus Annahmeverzug und Abgeltung von Überstunden und Urlaub
Der Kläger verlangte unter anderem die Zahlung von Annahmeverzugslohn, Abgeltung von Überstunden und nicht genommenem Urlaub, die in der Kündigung nicht berücksichtigt worden seien. Die Beklagte hatte für Oktober ein Bruttoentgelt abgerechnet und ausgezahlt, jedoch keine Überstunden oder Urlaubsansprüche berücksichtigt. In den Abrechnungen für Juli und August wurden dem Kläger Überstunden gutgeschrieben.
Landesarbeitsgericht entscheidet zugunsten des Arbeitnehmers
Das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz urteilte am 15.11.2021 unter dem Aktenzeichen 3 Sa 161/21 zugunsten des Klägers. Die Berufung der Beklagten wurde zurückgewiesen und eine Revision nicht zugelassen. Das Arbeitsverhä[…]


Können wir Ihnen helfen? Kontaktieren Sie uns!

Stellen Sie hier Ihre Anfrage oder rufen Sie uns an: 02732 791079

ANFRAGE FORMULAR (V1)

Art der Anfrage

Bitte wählen Sie zunächst die Art Ihrer Anfrage, damit wir Ihnen so schnell und kompetent wie möglich weiterhelfen können.
(*) Bitte beachten, dass eine Beratung und eine qualifizierte Rechtsauskunft leider nur kostenpflichtig erfolgen kann. Wir informieren Sie vorab über anfallende Kosten, selbstverständlich können Sie das Angebot vor einer Beratung kostenfrei zurückweisen.
Wird gesendet

Ebenfalls interessante Urteile und Beiträge

Rechtsgebiete

Monatsarchiv