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Schadensersatzansprüche aus Verkehrsunfall auf der Nordschleife des Nürburgrings

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LG Koblenz – Az.: 10 O 39/20 – Urteil vom 03.11.2022

In dem Rechtsstreit wegen Schadensersatz hat die 10, Zivilkammer des Landgerichts Koblenz auf Grund der mündlichen Verhandlung vom 14.10.2022 für Recht erkannt:

1. Die Beklagten werden als Gesamtschuldner verurteilt, an den Kläger 30.937,67 € nebst Zinsen hieraus in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz seit dem 28.12.2019 zu zahlen.

2. Die Beklagten werden als Gesamtschuldner verurteilt, an den Kläger vorgerichtliche Rechtsanwaltskosten in Höhe von 1.474,89 € nebst Zinsen hieraus in Höhe von 5 Prozent-punkten über dem jeweiligen Basiszinssatz, hinsichtlich des Beklagten zu 1) ab dem 22.02.2020 und hinsichtlich der Beklagten zu 2) ab dem 25.02.2020 zu zahlen.

3. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

4. Von den Kosten des Rechtsstreits trägt der Kläger 35 %, die Beklagten als Gesamtschuldner 65 %.

5. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar, für den Kläger jedoch nur gegen Sicherheitsleistung in Höhe von 110 % des jeweils zu vollstreckenden Betrags. Der Kläger darf die Vollstreckung abwenden durch Sicherheitsleistung in Höhe von 110 % des aufgrund des Urteils voll-streckbaren Betrags, wenn nicht die Beklagten vor der Vollstreckung Sicherheit in Höhe von 110 % des jeweils zu vollstreckenden Betrags leistet.
Zusammenfassung
Streit um Schadensersatzansprüche nach Unfall auf Nürburgring.

Ein Verkehrsunfall vom 31. August 2019 auf der Nordschleife des Nürburgrings beschäftigt derzeit die Gerichte. Die Parteien streiten um Schadensersatzansprüche in Höhe von insgesamt 47.800,22 €. Der Kläger, der Halter eines Porsche, fordert von den Beklagten, dem Halter und der Versicherung eines BMW, unter anderem Reparaturkosten, Wertminderung und Nutzungsausfall. Der Unfall soll durch Betriebsmittel auf der Fahrbahn verursacht worden sein, wodurch der Porsche-Fahrer die Kontrolle verloren habe und gegen eine Schutzplanke geprallt sei. Die Beklagten bestreiten diese Darstellung und führen an, dass der Unfall durch eine zu hohe Geschwindigkeit verursacht worden sei. In einem Prozess, der bereits mehrere Beweisaufnahmen und Gutachten erforderte, wurde nun ein Urteil erwartet. Der Streitwert liegt bei knapp 50.000 €. […]
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