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Rechtsanwälte Kotz GbR

Nasennebenhöhlenoperation – Verletzung des Tränen-Nasengangs

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LG Essen – Az.: 1 O 336/16 – Urteil vom 22.11.2018

Die Klage wird abgewiesen.

Der Kläger trägt die Kosten des Rechtsstreits.

Das Urteil ist gegen Sicherheitsleistung in Höhe von 120% des jeweils zu vollstreckenden Betrages vorläufig vollstreckbar.
Tatbestand
Der Kläger litt bereits im Jahre 2007 unter einem zunehmenden Verlust des Geruchssinns und einer erheblichen Beeinträchtigung der Nasenatmung sowie unter ständigen Entzündungen im Bereich der Nasennebenhöhlen.Er stellte sich am … im Krankenhaus der Beklagten vor. Dort wurde ihm eine beidseitige Pansinus-Operation und eine Septumplastik empfohlen. Der Kläger entschloss sich jedoch zunächst für eine konservative Behandlung mit Kortison-Therapie und Hyposensibilisierung.

Am … ergab eine in der radiologischen Gemeinschaftspraxis I- Strasse in F durchgeführte Kernspintomographie des Schädels eine ausgeprägte Sinusitis beidseits und eine ausgeprägte Mastoiditis.Auf Überweisung des niedergelassenen Hals-Nasen-Ohrenarztes Dr.S. stellte sich der Kläger am … im Haus der Beklagten vor. Es wurde dokumentiert, dass der Kläger sowohl eine Pansinus-Operation als auch eine Septumplastik wünscht. Bei der weiteren Vorstellung am … wurde ein CT der Nasennebenhöhlen durchgeführt. Es zeigte sich eine subtotale Verlegung der rechten Kieferhöhle sowie eine deutliche Verlegung der Keilbeinhöhlen.

Es fand ein Aufklärungsgespräch mit der Assistenzärztin Dr. C, jetzt Dr. T., statt. Der Kläger unterzeichnete eine Einverständniserklärung, in der als Operation “Pansinus-Operation und Septumplastik” angegeben ist.

Am … wurde durch den Zeugen Oberarzt Dr. H. eine Pansinus-Operation beidseits und eine Kaustik der unteren Nasenmuscheln durchgeführt. Eine Septumplastik erfolgte nicht.

Der Kläger wurde am … entlassen. Nach einer ambulanten Kontrolle am … stellte sich der Kläger nicht mehr im Krankenhaus der Beklagten vor.

Der Kläger behauptet, der niedergelassene HNO-Arzt Dr. S. habe ihn nur zur Durchführung einer Septumplastik überwiesen. Die Assistenzärztin Dr. C. habe ihm erklärt, dass auch eine Septumplastik geplant sei, woraufhin er ihr entgegnet habe, dass er nur deswegen sich in die Behandlung der Beklagten begeben habe und diese in jedem Fall durchzuführen sei.

Im Aufklärungsbogen hätten nur die Pansinus-OP und die Septumplastik gestanden. Über eine mögliche OP-Erweiterung sei er nicht aufgeklärt worden, insbesondere nicht über eine Nasenmuschel-Kaustik und die damit verbundenen Folgen.Es sei kein Grund ersichtlich,[…]


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