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Befunderhebungsfehler im Zusammenhang mit Mammakarzinom

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LG Bielefeld – Az.: 4 O 272/12 – Urteil vom 06.10.2017

Die Beklagte zu 1. wird verurteilt, an die Kläger ein Schmerzensgeld in Höhe von 30.000,00 EUR nebst Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz der EZB seit dem 29.08.2012 zu zahlen.

Die Beklagte zu 1. wird weiter verurteilt, an die Kläger weitere Anwaltskosten in Höhe von 1.827,84 EUR nebst Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz seit dem 29.08.2012 zu zahlen.

Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

Die Gerichtskosten tragen die Kläger zu 40 % und die Beklagte zu 1. zu 60 %.

Die außergerichtlichen Kosten der Kläger trägt die Beklagte zu 1. zu 60 %. Die außergerichtlichen Kosten der Beklagten zu 1. tragen die Kläger zu 40 %. Die außergerichtlichen Kosten der Beklagten zu 2. tragen die Kläger zu 100 %. Im Übrigen tragen die Parteien ihre außergerichtlichen Kosten selbst.

Das Urteil ist für die Parteien jeweils gegen Sicherheitsleistung in Höhe von 110 % des jeweils zu vollstreckenden Betrages vorläufig vollstreckbar.
Tatbestand
Die Parteien streiten um Schadensersatz aufgrund einer vermeintlich fehlerhaften Behandlung der zwischenzeitlich verstorbenen Mutter der Kläger. Die Beklagte zu 1) ist – in eigener Praxis niedergelassene – Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe. Die Beklagte zu 2) betreibt ein radiologisches Versorgungszentrum und führt u.a. auf Überweisung für die Beklagte zu 1) Mammographieuntersuchungen durch. Die Kläger sind die Erben ihres am 05.02.2014 verstorbenen Vaters M. C. und waren gemeinsam mit ihm Erben ihrer am 04.09.2013 verstorbenen Mutter P. C..

Am 17.03.2009 stellte sich Frau P. C. ambulant in der Praxis der Beklagten zu 1) wegen anhaltender Beschwerden, insbesondere in der rechten Mamma vor. Bei der durch die Beklagte zu 1) sodann durchgeführten Palpation fand sich in beiden Brüsten eine schmerzhafte grobknotige Mastopathie, die das Erheben eines Palpationsbefundes deutlich einschränkte. Gleichwohl tastete die Beklagte zu 1) in der rechten Mamma neben diversen Knoten bei 6.00 Uhr eine unklare Resistenz. Die Beklagte zu 1) führte daraufhin eine Mammasonographie durch, bei der sich in der rechten Brust bei 6.00 Uhr eine Struktur fand, die sonographisch bei ausgeprägter fibrozystischer Mastopathie nicht eindeutig zugeordnet werden konnte. Vor diesem Hintergrund überwies die Beklagte zu 1) Frau P. C. an die Beklagte zu 2) zur Durchführung einer Mammographie. Bei der Überweisung bat die Beklagte zu 1) ausdrücklich und gezielt um die[…]


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