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Reisemangel – Flugzeitenverschiebung um mehr als 7 Stunden und Schimmelgeruch im Hotelzimmer

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AG Bad Homburg – Az.: 2 C 2090/17 (28) – Urteil vom 02.04.2019

1. Die Beklagte wird verurteilt, an den Kläger einen Betrag in der Höhe von 937,18 € nebst Zinsen hieraus in der Höhe von fünf Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz seit dem 6. September 2017 zu zahlen.

Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

2. Die Kosten des Rechtsstreits haben zu 35 % der Kläger und zu 65 % die Beklagte zu tragen.

3. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.

Beiden Parteien wird nachgelassen, eine Vollstreckung durch den jeweiligen Vollstreckungsgläubiger gegen eine Sicherheitsleistung oder Hinterlegung in der Höhe von 110 % des aufgrund des Urteils vorläufig vollstreckbaren Betrages abzuwenden, wenn nicht der jeweilige Vollstreckungsgläubiger vor der Vollstreckung eine Sicherheit oder Hinterlegung in der Höhe von 110 % des jeweils zu vollstreckenden Betrages leistet.

4. Eine Berufung gegen dieses Urteil wird für den Kläger zugelassen.
Tatbestand
Die Parteien streiten um reiserechtliche Minderungsansprüche des Klägers nach einer bei der Beklagten gebuchten Reise.

Der Kläger buchte im November 2016 für insgesamt sechs Erwachsene und drei minderjährige Kinder eine rund einwöchige Reise nach Mallorca. Zum genauen Inhalt der von dem Kläger gebuchten Reise wird auf die Reisebestätigung/Rechnung der Beklagten vom 2. November 2016 (Anlage zur Klage, Bl. 6/7 d. A.) Bezug genommen. Insoweit waren auch Flugzeiten von Saarbrücken nach Palma de Mallorca zum Gegenstand der Reisebuchung erhoben worden, welche die Beklagte ausweislich der Reisebestätigung/Rechnung ausdrücklich als “voraussichtlich” bezeichnete. Die Reise sollte Ende Juli/Anfang August 2017 stattfinden.

Im Februar 2017 wandte sich die Beklagte an den Kläger. Sie teilte ihm mit, dass der Hinflug von Saarbrücken nach Palma de Mallorca zeitlich geändert worden sei. Nunmehr werde der Kläger gemeinsam mit allen Mitreisenden erst um 20.00 Uhr abends in Palma de Mallorca landen, während ursprünglich eine Ankunftszeit um 12.35 Uhr mittags in Palma de Mallorca geplant war.

Der Kläger widersprach dieser Änderung und forderte eine Umbuchung auf einen Vormittagsflug bei einer anderen Fluglinie. Andernfalls erbat er von der Beklagten zumindest die Stornierung der anteiligen Kosten für einen Reisetag. Bis zum Antritt der Reise führte die Beklagte keine weitere Änderung der Flugzeiten durch.

Nach dem Antritt der Reise kamen der Kläger sowie alle Mitreisenden am 31. Juli 2017 vor Ort am späten Abend an. Ob insoweit bei zweien der dre[…]


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