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Gebäudeversicherung –  Nachweis der (Mit-)Ursächlichkeit eines Sturmes für einen Schaden

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OLG Koblenz – Az.: 10 U 164/14 – Beschluss vom 15.09.2014

Die Berufung des Klägers gegen das Urteil der 4. Zivilkammer des Landgerichts Bad Kreuznach vom 9. Januar 2014 wird zurückgewiesen.

Die Anschließung der Beklagten an die Berufung des Klägers verliert damit ihre Wirkung.

Von den Kosten des Berufungsverfahrens haben der Kläger ¼ und die Beklagte ¾ zu tragen.

Das angefochtene Urteil ist ohne Sicherheitsleistung vorläufig vollstreckbar.

Jede Partei darf die Vollstreckung durch eine Sicherheitsleistung oder Hinterlegung des aufgrund des Urteils gegen sie jeweils vollstreckbaren Betrages abwenden, wenn nicht die jeweils andere Partei vor der Vollstreckung eine Sicherheit in Höhe des zu vollstreckenden Betrages leistet.

Lesen Sie auch: Sturmschäden: Was tun, wenn die Versicherung nicht zahlt?

Gründe
I.

Der Kläger macht Leistungsansprüche aus einer Wohngebäudeversicherung geltend wegen eines Sturmschadens vom 28. Februar 2010. An diesem Tag wurde die zu dem bei der Beklagten unter anderem gegen Sturmschäden versicherten Anwesen gehörende Scheune durch den Orkan Xynthia beschädigt. Die Beklagte hat vorgerichtlich an den Kläger 18.315,30 € gezahlt.

Der Kläger hat vorgetragen, durch den Orkan seien die Dachfläche der Scheune sowie eine Giebelwand beschädigt worden. Weil Einsturzgefahr bestanden habe, hätten Abriss- und Sicherungsmaßnahmen durchgeführt werden müssen. Insgesamt ergebe sich ein Leistungsanspruch in Höhe von 78.094,15 € (abzüglich 18.315,30 € = 59.778,85 €).

Der Kläger hat beantragt,

1. die Beklagte zu verurteilen, an ihn 59.778,85 € nebst Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit dem 30. Juli 2010 zu zahlen, sowie ihn von außergerichtlichen Rechtsanwaltskosten in Höhe von 1.761,08 € freizustellen;

2. festzustellen, dass die Beklagte verpflichtet ist, ihm zusätzlich die Mehrwertsteuer zu erstatten, soweit diese nach Durchführung der Arbeiten gemäß Angebot der …[B] GmbH vom 9. April 2010, Angebot des …[C} vom 26. März 2010 und Angebot der …[D] vom 30. März 2010 von ihm tatsächlich gezahlt worden ist.

Die Beklagte hat beantragt, die Klage abzuweisen.

Die Beklagte hat vorgetragen, der Kläger könne nicht den Nachweis führen, dass das Gebäude nicht bereits schon bei einer unter 8 Beaufort liegenden Windstärke eingestürzt wäre. Im Übrigen habe sich die Scheune in ei[…]


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